ÖSTERREICH. Im Jahr 2026 verschieben sich die Eisheiligen meteorologisch deutlich nach vorne. Gärtner und Landwirte in ganz Österreich müssen sich auf verfrühten Nachtfrost einstellen, bevor eine markante Hitzewelle folgt.

Wie GMX am 21. April 2026 berichtet, sorgt ein instabiler Polarwirbel bereits in den ersten Maitagen für einen massiven Vorstoß arktischer Kaltluft. Die traditionellen Gedenktage von Mamertus bis zur „Kalten Sophie“ zwischen dem 11. und 15. Mai dienen seit Generationen als zeitliche Orientierung für das Auspflanzen empfindlicher Gewächse. In der aktuellen Saison deutet die Wetterlage jedoch auf einen untypischen Verlauf hin. Statt der Mitte des Monats ist bereits zum Maibeginn mit sinkenden Temperaturen und gefährlichem Bodenfrost zu rechnen.
Polarwirbel ermöglicht arktischen Kaltlufteinbruch
Verantwortlich für die Verschiebung ist der vorzeitige Zerfall des Polarwirbels, der normalerweise eisige Luftmassen in der Arktis bindet. Durch diese meteorologische Instabilität kann die Kaltluft ungehindert nach Süden strömen und die Alpenrepublik Wochen vor dem gewohnten Termin erreichen. Die Frostgefahr konzentriert sich damit vor allem auf die erste Maiwoche.
Fachleute raten daher zur Vorsicht bei der Gartenarbeit. Empfindliche Kulturen wie Tomaten, Zucchini oder Gurken sollten noch nicht ins Freiland gesetzt werden. Kübelpflanzen wie Zitrusbäume oder Oliven verbleiben idealerweise an geschützten Orten, bis die erste Kältewelle abgezogen ist. Ein Vlies bietet zusätzlichen Schutz für bereits gesetzte Pflanzen.
Sommerliche Hitze folgt auf den Kälteschock
Nach dem Ende der verfrühten Frostnächte prognostizieren Wettermodelle einen extremen Umschwung. In der zweiten Maihälfte könnten die Temperaturen in vielen Regionen Österreichs sprunghaft ansteigen. Dabei sind Spitzenwerte von bis zu 30 Grad möglich, was einen frühzeitigen Start in den Sommer bedeuten würde.
Ab dem 15. Mai soll die Frostgefahr laut den aktuellen Berechnungen endgültig vorüber sein. Eine stabile Hochdrucklage dürfte dann für trockenes und warmes Wetter sorgen. Hobbygärtner können ihre Arbeiten im Freien zu diesem Zeitpunkt ohne das Risiko von Kälteschäden fortsetzen.


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