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Falsches Medikament in Packung: Antidepressivum zurückgerufen

Tips LogoNiklas Killinger, 29.04.2026 09:37

LONDON. In Großbritannien wird eine Charge des Antidepressivums Sertralin 100 mg vorsorglich zurückgerufen. Wie die britische Arzneimittelbehörde MHRA am 28. April 2026 mitteilt, könnten einzelne Packungen einen Blisterstreifen mit Citalopram 40 mg enthalten. Betroffen ist die Charge V2500425 des Herstellers Amarox Limited.

In Großbritannien wird eine Charge Sertralin 100 mg zurückgerufen. Einzelne Packungen enthalten ein falsches Medikament. (Symbolbild); Foto: I Viewfinder/stock.adobe.com

Der Rückruf wurde nach einer Patientenmeldung ausgelöst. In einer versiegelten Packung Sertralin 100 mg wurde demnach ein Blisterstreifen mit Citalopram 40 mg entdeckt.

Sertralin und Citalopram gehören beide zur Gruppe der selektiven Serotonin Wiederaufnahmehemmer. Sie werden unter anderem bei Depressionen und Angststörungen eingesetzt.

Charge sofort prüfen

Betroffen ist die Charge V2500425 mit Ablaufdatum 05/2028. Die Packungsgröße beträgt 28 Tabletten, erstmals ausgeliefert wurde die Charge am 28. November 2025.

Patienten, denen Sertralin 100 mg verschrieben wurde, sollen die äußere Verpackung und die Blisterstreifen kontrollieren. Sind die Blister mit Sertralin 100 mg beschriftet, ist laut Behörde keine weitere Maßnahme nötig.

Steht auf einem Blister Citalopram 40 mg, soll die Apotheke rasch kontaktiert werden. Wer das falsche Medikament möglicherweise eingenommen hat und Beschwerden bemerkt, soll sofort medizinischen Rat einholen.

Apotheken sollen Patienten kontaktieren

Gesundheitsfachkräfte wurden angewiesen, die betroffene Charge nicht weiter abzugeben. Restbestände sollen gesperrt und an die Lieferanten retourniert werden.

Apotheken und ausgebende Stellen sollen betroffene Patienten nach Möglichkeit aktiv kontaktieren. Bei Bedarf sollen Hausärzte oder behandelnde Ärzte in die weitere Versorgung eingebunden werden.

Als mögliche Beschwerden nach einer versehentlichen Einnahme nennt die Behörde unter anderem Übelkeit, Kopfschmerzen, Schlafveränderungen und leichte Angstzustände. Besondere Vorsicht gilt bei älteren Menschen, Minderjährigen sowie Patienten mit Herz oder Lebererkrankungen.

Der Rückruf betrifft nach derzeitigem Stand nur Großbritannien. Bis jetzt gibt es keine Hinweise, dass auch österreichische Chargen betroffen sein könnten.


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