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Schwere Sexualdelikte, moderne Sklaverei und Zwangsehe: Polizei mit Razzia bei umstrittener religiöser Gemeinschaft

Tips LogoNiklas Killinger, 29.04.2026 12:33

CREWE. In Crewe in der englischen Grafschaft Cheshire hat die Polizei am Mittwochmorgen die Zentrale der Ahmadi Religion of Peace and Light durchsucht. Hintergrund sind Ermittlungen wegen mutmaßlicher schwerer Sexualdelikte, moderner Sklaverei und Zwangsehe. Rund 500 Beamte waren im Einsatz, mehrere Männer wurden festgenommen.

In Crewe hat die Polizei die Zentrale einer Religionsgruppe durchsucht. Es geht um schwere Vorwürfe und mehrere Festnahmen. (Symbolbild); Foto: KI-generiert

Wie der Guardian am 29. April 2026 berichtet, betraf die Razzia die Zentrale der Gruppe in einem früheren Waisenhaus sowie weitere Objekte in Crewe. Die Polizei rückte mit Durchsuchungsbefehlen an und sicherte nach den Festnahmen Beweise.

Ausgangspunkt der Ermittlungen ist demnach die Anzeige einer Frau, die inzwischen in Irland lebt. Sie soll angegeben haben, im Jahr 2023 in der Zentrale der Gruppe vergewaltigt und sexuell missbraucht worden zu sein.

Polizei betont Fokus auf Einzelpersonen

Die festgenommenen Verdächtigen sind Männer mit amerikanischer, mexikanischer, britischer, deutscher und spanischer Staatsangehörigkeit. Die genaue Zahl der Festnahmen nannte die Polizei zunächst nicht.

Ein leitender Polizeivertreter stellte klar, dass sich die Ermittlungen gegen einzelne Verdächtige richten. Die Religionsgemeinschaft als Ganzes sei demnach nicht Ziel des Verfahrens.

In dem Gebäude sollen rund 150 Menschen leben. Darunter befinden sich nach Angaben aus dem Bericht auch etwa 56 Kinder, die zu Hause unterrichtet werden.

Schutzmaßnahmen für Kinder laufen

Die Polizei arbeitet laut Bericht mit lokalen Partnern an Schutzmaßnahmen. Dabei geht es vor allem um die Sicherheit der Kinder und weiterer Bewohner des Gebäudes.

Die Ahmadi Religion of Peace and Light verlegte ihre Zentrale 2021 aus Schweden nach Großbritannien. In Schweden waren Mitglieder zuvor von Einwanderungsbehörden überprüft worden.

Die Gruppe wies über ihre Anwälte jedes Fehlverhalten zurück. Weitere Details zu den Ermittlungen wurden zunächst nicht veröffentlicht.


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