Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

PRAIA. Nach mehreren schweren Erkrankungen an Bord des Expeditionsschiffs „Hondius“ laufen internationale Untersuchungen. Drei Menschen sind gestorben, weitere Fälle werden geprüft. Die WHO stuft das Risiko für die breite Öffentlichkeit derzeit als gering ein.

Drei Tote, mehrere Verdachtsfälle: Die WHO untersucht einen Hantavirus-Cluster auf der „Hondius“ vor Praia. (Symbolbild); Foto: KI-generiert

Das Schiff liegt vor Praia auf Kap Verde. Wie WEB.DE am 05. Mai 2026 berichtet, können die Passagiere vorerst nicht wie geplant von Bord gehen. Der Betreiber Oceanwide Expeditions prüft demnach eine Weiterfahrt in Richtung Kanarische Inseln.

Nach WHO-Angaben wurde der Krankheitscluster am 2. Mai gemeldet. Mit Stand 4. Mai waren sieben Fälle bekannt, darunter zwei laborbestätigte Hantavirus-Infektionen und fünf Verdachtsfälle. Die Symptome reichten von Fieber und Magen-Darm-Beschwerden bis zu schwerer Lungenentzündung und Atemnot.

Drei Todesfälle werden untersucht

Während der Reise starben drei Menschen. Ein Mann starb bereits im April an Bord, eine Frau nach dem Verlassen des Schiffs, ein weiterer Passagier am 2. Mai. Nicht bei allen Todesfällen ist der Zusammenhang mit dem Hantavirus gesichert.

Ein weiterer schwer erkrankter Passagier wurde nach Südafrika gebracht und liegt dort auf einer Intensivstation. Auf dem Schiff befinden sich zudem Personen mit milden Symptomen. Medizinische Teams nehmen Proben und prüfen, wie es zu den Infektionen kommen konnte.

Ansteckungsweg noch unklar

Hantaviren werden in der Regel über Urin, Kot oder Speichel infizierter Nagetiere übertragen. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch gilt als selten, wurde bei bestimmten Virusarten aber beschrieben. Deshalb bleibt die genaue Quelle des Ausbruchs offen.

Die „Hondius“ war Anfang April in Ushuaia in Argentinien gestartet und fuhr über mehrere Stationen im Südatlantik. Die WHO untersucht mit mehreren Staaten mögliche Kontakte zu Wildtieren, Aufenthalte an Land und Bedingungen an Bord.

WHO rät zu Vorsicht an Bord

Passagiere und Crew sollen laut WHO Abstand halten, Symptome beobachten und sich bei Beschwerden sofort beim medizinischen Personal melden. Auch gründliche Reinigung, gute Belüftung und Handhygiene spielen eine zentrale Rolle.

Reisebeschränkungen empfiehlt die WHO derzeit nicht. Das Risiko für die Weltbevölkerung wird aktuell als niedrig bewertet. Die Lage kann sich aber ändern, wenn neue Laborergebnisse vorliegen.


Mehr zum Thema


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden


Weitere Beiträge

DDR-Rekordspieler Eberhard Vogel verstorben

DDR-Rekordspieler Eberhard Vogel verstorben

JENA/DEUTSCHLAND. Der frühere Fußball-Nationalspieler Eberhard Vogel ist im Alter von 83 Jahren gestorben. Der langjährige Spieler des FC ...

Tips - total regionalNiklas Killinger
Nuss Nougat Cremes im Test: Nutella bei Stiftung Warentest nur auf Platz 3

Nuss Nougat Cremes im Test: Nutella bei Stiftung Warentest nur auf Platz 3

BERLIN/DEUTSCHLAND. Die Stiftung Warentest hat 21 Nuss Nougat Cremes geprüft. Nutella erreicht mit der Note 2,2 den dritten Platz, zwei andere ...

Tips - total regionalNiklas Killinger
Tödlicher Insektenstich: 38-Jähriger stirbt bei Wanderung

Tödlicher Insektenstich: 38-Jähriger stirbt bei Wanderung

BELLINO/ITALIEN. Eine Wanderung in den Bergen endete für einen 38-jährigen tödlich. Der Mann war am Wochenende mit Freunden im Raum Cuneo ...

Tips - total regionalVerena Beneder, LL.B.
Schulweg vor Schulstart gemeinsam üben

Schulweg vor Schulstart gemeinsam üben

ÖSTERREICH. Vor dem Schulstart sollten Eltern den Schulweg mit ihren Kindern noch einmal gemeinsam abgehen. Entscheidend sind sichere Routen, ...

Tips - total regionalThomas Leitner
Zu wenige Kinder: Hunderte Schulen und Kindergärten müssen schließen

Zu wenige Kinder: Hunderte Schulen und Kindergärten müssen schließen

GRIECHENLAND. In Griechenland wird der demografische Wandel immer spürbarer. Zum Beginn des neuen Schuljahres am 11. September müssen in mehreren ...

Tips - total regionalVerena Beneder, LL.B.
Tragödie in der Steiermark: Niederösterreicher (47) stirbt bei Unfall

Tragödie in der Steiermark: Niederösterreicher (47) stirbt bei Unfall

ALTENMARKT BEI ST. GALLEN/STEIERMARK. Tödlicher Unfall in der Steiermark: Ein 47-jähriger Niederösterreicher ist am Dienstagabend, 1. September ...

Tips - total regionalVerena Beneder, LL.B.
Weitere Beiträge