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CHILE. Im Alter von 31 Jahren beendet der Weltcup-Pionier seine Karriere. Zuletzt ist sein großer Olympia-Traum tragisch gescheitert. In den vergangenen Jahren konnte der Skirennläufer aber mehrmals aufzeigen.

In der Skiwelt galt von Appen über viele Jahre als äußerst beliebter Athlet. Foto: APA-Images / REUTERS / Lisi Niesner

Im Alter von 31 Jahren beendet der chilenische Skirennläufer Henrik von Appen seine Karriere. Das gab der Weltcupfahrer am Freitag, dem 8. Mai, offiziell bekannt. Damit verabschiedet sich ein Athlet aus dem alpinen Ski-Zirkus, der in den vergangenen Jahren viel Pionierarbeit für den chilenischen Skisport geleistet hat.

„Keine leichte Entscheidung“

„Heute schließe ich eines der wichtigsten Kapitel meines Lebens“, sagt von Appen in seinem Abschiedsvideo.

„Nach vielen Jahren, in denen ich diesen Traum verfolgt habe, ist es nun an der Zeit, meine Karriere als professioneller Skifahrer zu beenden. Es war keine leichte Entscheidung, aber ich habe sie mir sehr gut überlegt“, ergänzt er.

Schwere Verletzung vor Olympia

Als Ursache führt er unter anderem seine Verletzungshistorie an. Zuletzt verletzte sich von Appen in diesem Jahr beim Weltcuprennen von Crans-Montana schwer am Knie und musste deswegen seinen Olympia-Traum aufgeben.

„Diese Rückschläge haben ihre Spuren hinterlassen. Meine athletische Kapazität und Mobilität haben nachgelassen“, so der 31-Jährige, der in der Abfahrt und im Super-G an den Start ging.

Drei Olympia-Teilnahmen

Skirennläufer aus Südamerika sind im Weltcup bis heute eine Ausnahme. Deshalb galt der in Santiago de Chile aufgewachsene von Appen im Ski-Zirkus oft als „Exot“, konnte sich aber durchaus in der Weltelite behaupten.

Insgesamt achtmal fuhr der Speed-Spezialist im Weltcup in die Punkteränge. Sein bestes Ergebnis erreichte von Appen 2022 mit Rang 14 im Super-G von Beaver Creek. Während seiner Karriere bestritt er 97 Weltcuprennen und nahm an drei Olympischen Spielen teil – 2014 in Sotschi, 2018 in Pyeongchang und 2022 in Peking.

Botschaft an die nächste Generation

„Wenn ich ein Vermächtnis hinterlasse, dann dieses: Es ist möglich. Ich bin Chilene – und es ist möglich. Ich hoffe, ich konnte zukünftige Generationen dazu inspirieren, daran zu glauben, dass man auch von weit her mit den Besten der Welt mithalten kann“, richtet von Appen zum Abschied auch eine Botschaft an die nächste Generation.


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