Hubschrauber rettet Vater und Baby auf 3.000 Metern am Berg
KALIFORNIEN. Ein geplanter Ausflug mit dem Mountainbike endete für einen Vater und seinen kleinen Sohn im Hochgebirge beinahe dramatisch. Plötzlich einsetzende winterliche Bedingungen machten den Rückweg unmöglich – erst ein aufwendiger Rettungseinsatz aus der Luft brachte die beiden in Sicherheit.

Der Mann war gemeinsam mit seinem erst 18 Monate alten Sohn am vergangenen Donnerstag im Gebiet rund um den Freel Peak unterwegs, einem Berg an der Grenze zwischen Kalifornien und Nevada. Die Strecke führte durch hochalpines Gelände in mehr als 3.000 Metern Höhe.
Plötzlich Schnee
Am späten Nachmittag verschlechterten sich die Bedingungen jedoch rasch. Teile des Mountainbike-Trails waren vollständig von Schnee bedeckt. Der Vater versuchte zunächst noch, den Rückweg anzutreten und schob sein Fahrrad durch den tiefen Schnee talwärts.
Erschöpfung und Kälte wurden zum Problem
Mit zunehmender Dauer der Tour wurde die Situation jedoch immer kritischer. Der Mann verlor im schwierigen Gelände zunehmend an Kraft, während gleichzeitig die Temperaturen sanken und es immer dunkler wurde. Für eine Nacht im Freien war die kleine Familie nicht ausgerüstet. Besonders besorgniserregend war der Zustand des Kleinkindes. Laut den Einsatzkräften zeigte der Bub bereits deutliche Anzeichen starker Belastung durch Kälte und die widrigen Wetterbedingungen.
Großeinsatz der Rettungskräfte
Daraufhin wurde eine Rettungsaktion eingeleitet. Einsatzkräfte lokalisierten Vater und Sohn im verschneiten Berggebiet. Wegen des unwegsamen Geländes und der winterlichen Bedingungen entschieden sich die Retter für einen Einsatz per Hubschrauber. Beide wurden schließlich aus der Höhe ausgeflogen und in Sicherheit gebracht. Nach Angaben der Behörden blieben Vater und Sohn trotz der gefährlichen Situation unverletzt.
Später Wintereinbruch in den Bergen
Wetterbedingungen können sich in hochalpinen Regionen schnell ändern – selbst gegen Ende des Frühjahrs. In den höheren Lagen der Sierra Nevada liegt stellenweise noch Schnee, wodurch Wege und Trails plötzlich unpassierbar werden können. Behörden rufen deshalb immer wieder dazu auf, Touren in abgelegenen Bergregionen sorgfältig zu planen und auch auf unerwartete Wetterumschwünge vorbereitet zu sein.

