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Horror-Hundezucht: 40 Welpen in Käfigen aus Kot und Müll gerettet

Tips LogoVerena Beneder, LL.B., 12.05.2026 13:36

VARESE. Es sind Zustände, die kaum zu fassen sind: In einer illegalen Hundezucht wurden rund 40 Welpen, vor allem Yorkshire Terrier und Malteser, unter extrem schlechten und gesetzeswidrigen Bedingungen gehalten.

Symbolbild: Artem Orlyanskiy/stock.adobe.com
Symbolbild: Artem Orlyanskiy/stock.adobe.com

Die Finanzpolizei entdeckte gemeinsam mit dem Veterinärdienst ATS Insubria einen völlig unkontrollierten Zuchtbetrieb, der ohne jede behördliche Genehmigung betrieben wurde. Vor Ort bot sich ein Bild massiver Vernachlässigung und Tierquälerei.

Schockierende Zustände vor Ort

Die Welpen lebten in verdreckten Käfigen, umgeben von Kot, Urin und Abfällen. Viele Tiere waren stark unterernährt und zeigten deutliche gesundheitliche Schäden wie Hauterkrankungen, Entzündungen und offene Verletzungen. Besonders alarmierend war der Fund mehrerer Welpen, die in viel zu engen Käfigen zusammengedrängt waren.

Illegale Zucht ohne Kontrolle und Standards

Die Ermittlungen ergaben, dass keinerlei gesetzliche Anforderungen eingehalten wurden. Weder Mikrochip-Kennzeichnung noch Impfungen oder offizielle Herkunftsnachweise lagen vor. Die Anlage operierte vollständig außerhalb des regulierten Zucht- und Tierschutzsystems.

Täuschender Online-Verkauf

Trotz der katastrophalen Bedingungen wurden die Tiere über Online-Plattformen und Kleinanzeigen als reinrassige Hunde angeboten. Der Verkauf basierte auf falschen Angaben und diente offenbar einem systematischen, illegalen Gewinnmodell im Internet.

Ermittlungen gegen Betreiberinnen

Zwei italienische Frauen stehen im Zentrum der Ermittlungen. Ihnen werden Tierquälerei und Tieraussetzung vorgeworfen. Die Staatsanwaltschaft Varese hat entsprechende Verfahren eingeleitet.

Rettung und medizinische Versorgung

Alle 40 Welpen wurden beschlagnahmt und in ein Tierheim in Cittiglio gebracht. Dort erhielten sie erste medizinische Versorgung und werden seither behandelt. In Zusammenarbeit mit Tierschutzorganisationen sollen die Tiere nach ihrer Stabilisierung an geeignete Adoptivstellen vermittelt werden und so endlich zur Ruhe kommen. 


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