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TIROL. Die Mittelstufe der Kraftwerkskette Taberbach ist am Freitag, 29. Mai, offiziell in Betrieb gegangen. Das neue Kraftwerk leistet 1,5 Megawatt und versorgt gemeinsam mit Ober- und Unterstufe künftig rund 450 Stromkunden mit regionalem Ökostrom.

Eröffnungsfeier des Wasserkraftwerks Taberbach MittelstufePersonen: Hannes Taubinger, Bürgermeisterin Berta Staller, Pfarrer Wieslaw Wesolowski, Anna und Hannes Taubinger sen., Josef Geisler (Foto: Piaty)

Wie die Anton Kittel Mühle Plaika GmbH berichtet, wurde die Mittelstufe komplett neu errichtet. Die Gesamtleistung der Kraftwerkskette liegt nun bei knapp über zwei Megawatt.

Netz wurde umfassend erneuertSeit 2018 betreibt die Anton Kittel Mühle Plaika GmbH das Stromnetz in Ainet und Schlaiten. In sechs Jahren wurde fast das gesamte Netz modernisiert und an mehr Kleinwasserkraft sowie viele PV-Anlagen angepasst.

Auch das Regelarbeitsvermögen stieg deutlich: von 6,0 auf 9,5 Gigawattstunden. Ein reaktivierter Tagesspeicher soll Schwankungen im Netz besser ausgleichen.

Kooperation spart hohe Kosten

Beim Netzausbau arbeitete das Unternehmen eng mit der Gemeinde Ainet zusammen. Stromnetz und Glasfaserausbau wurden koordiniert, wodurch mehr als eine Million Euro eingespart wurden.

Damit ist das Stromnetz für die Energiewende gerüstet. Zugleich profitiert die Bevölkerung von günstigerem Breitband Internet.

Blackoutsicherung für zwei Gemeinden

Durch Neubau und Modernisierung wurden auch Gewässerökologie und Naturschutz verbessert. Trotz höherer Stromproduktion wird nun mehr Restwasser abgegeben als zuvor.

Besonders wichtig ist die Inselbetriebs und Schwarzstartfähigkeit. Damit können Ainet und Schlaiten bei einem großräumigen Blackout weiter versorgt werden.

Wasserkraft soll gleich behandelt werden

Die Betreiber sehen in der Kleinwasserkraft einen wichtigen Baustein für Versorgungssicherheit. Im Zusammenhang mit dem geplanten Erneuerbaren Ausbau Beschleunigungsgesetz wird gefordert, die Kleinwasserkraft nicht schlechter zu stellen als andere erneuerbare Energieträger.

Auch Tirols Energiereferent Josef Geisler betonte die Bedeutung der heimischen Wasserkraft für regionale Wertschöpfung, Versorgungssicherheit und mehr Unabhängigkeit von fossilen Energieimporten.


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