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ÖSTERREICH. Mit den ersten reifen Kirschen hat in Oberösterreich die Erntesaison für heimisches Steinobst begonnen. Kurz darauf startet auch die Marillenernte. Die bäuerlichen Direktvermarkter rechnen heuer mit einer ertragreichen Saison und bieten in den kommenden Wochen eine große Sortenvielfalt an. 

Kischensaison beginnt (Foto: Tom Leitner)
Kischensaison beginnt (Foto: Tom Leitner)

Die ersten Schartner Kirschen sind bereits ab Hof erhältlich. Wie die Landwirtschaftskammer Oberösterreich berichtet, dauert die Kirschensaison rund sechs bis acht Wochen. Der Höhepunkt der Ernte wird für Ende Juni beziehungsweise Anfang Juli erwartet. Auch die Marillenernte startet in Kürze und erstreckt sich dank unterschiedlicher Sorten über einen ähnlich langen Zeitraum.

In Oberösterreich bewirtschaften rund 30 Obstbaubetriebe den Großteil der heimischen Kirschen- und Marillenanlagen. Insgesamt werden im Erwerbsobstbau 63 Hektar Kirschen und 70 Hektar Marillen kultiviert.

Kurze Wege sichern Frische

Die regionalen Hofläden und Verkaufsstände setzen auf besonders kurze Vermarktungswege. Dadurch gelangen die Früchte oft noch am selben Tag nach der Ernte zu den Konsumenten. Das sorgt für hohe Frische und beste Qualität.

Nach Einschätzung der Landwirtschaftskammer blieben die Obstbauern heuer weitgehend von Spätfrostschäden verschont. Deshalb werden sowohl bei Kirschen als auch bei Marillen gute Erträge erwartet. Entscheidend bleibt jedoch ein stabiles Wetter während der Erntezeit.

Kirschenfest Ende Juni

Ein Höhepunkt der Saison ist das Schartner Kirschenfest. Die Veranstaltung findet heuer am Samstag, 28. Juni, am Firlingerhof der Familie Hubmer in Rexham in der Gemeinde Scharten statt. Besucher können dort frische Kirschen sowie zahlreiche verarbeitete Produkte direkt von den Erzeugern erwerben.

Traditionsbetrieb setzt auf Veredelung

Der Firlingerhof blickt auf eine rund 300-jährige Geschichte zurück und wird seit 1956 von der Familie Hubmer geführt. Der Betrieb verbindet traditionelle Obstproduktion mit moderner Verarbeitung und Vermarktung.

Im Mittelpunkt stehen Kirschen, Marillen, Zwetschken und Weintrauben. Besonders wichtig ist dabei die hohe Wertschöpfung am Hof: Von der Erzeugung bis zum fertigen Produkt erfolgen viele Arbeitsschritte direkt im Familienbetrieb.


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