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MLJET/KROATIEN. Sensationsfund nahe Kroatien: Vor der Insel Mljet haben Archäologen einen außergewöhnlichen Schatz aus einem mehr als 1300 Jahre alten Schiffswrack geborgen.

Symbolbild: Negro Elkha/stock.adobe.com
Symbolbild: Negro Elkha/stock.adobe.com

Ein goldener Ring könnte dabei auf einen hochrangigen Passagier hindeuten.

Gold, Edelsteine und ein Kaiser-Ring

Berichten zufolge haben Unterwasserarchäologen rund 600 Gramm Gold  vor der kroatischen Insel Mljet aus einem byzantinischen Schiffswrack geborgen. Zu den wertvollsten Funden gehören vier goldene Gürtelgarnituren, die mit Rubinen, Smaragden und Perlen verziert sind. Auch Goldmünzen und ein besonderer Ring wurden entdeckt. Der goldene Siegelring zeigt das Bildnis eines Kaisers und könnte damit einen wichtigen Hinweis auf die Geschichte des Schiffswracks liefern.

Wer war der mysteriöse Passagier?

Die außergewöhnlich wertvolle Ausstattung lässt die Forscher vermuten, dass sich ein hochrangiger byzantinischer Würdenträger an Bord befand. Denkbar wäre etwa ein Militär, Beamter oder Gesandter. Wer genau der Passagier war, ist bislang jedoch unbekannt. Auch die Frage, wohin das Schiff unterwegs war, ist noch nicht endgültig geklärt.

Schiff sank vor mehr als 1300 Jahren

Das Wrack liegt vor der süddalmatinischen Insel Mljet und wird bereits seit Jahren systematisch erforscht. Die geborgenen Münzen helfen bei der zeitlichen Einordnung: Das Schiff dürfte im späten 7. oder frühen 8. Jahrhundertgesunken sein. Neben dem Gold fanden die Archäologen auch Keramik, Mühlsteine, Angelgerät und weitere Gegenstände. Sie geben Einblick in das Leben an Bord und die Handelswege im Mittelmeer.

Bedeutender Fund

Für die Archäologen ist der Fund deshalb weit mehr als ein spektakulärer Goldschatz. Die Kombination aus kostbarem Schmuck, Edelsteinen, Münzen und dem Kaiser-Ring könnte neue Erkenntnisse über die Reisen und Verbindungen im Byzantinischen Reich liefern. 


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