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Kroatien greift mit neuen Regeln durch: Das müssen Urlauber 2026 jetzt wissen

Tips LogoVerena Beneder, LL.B., 23.04.2026 22:10

KROATIEN. Kroatien plant ab Sommer 2026 eine umfassende Reform im Bereich der Ferienwohnungen und Kurzzeitvermietungen. Im Mittelpunkt steht ein neues Registrierungssystem, das jede Unterkunft eindeutig erfassen soll.

Symbolbild: concept w/stock.adobe.com
Symbolbild: concept w/stock.adobe.com

Künftig sollen Ferienwohnungen, Zimmer und Ferienhäuser nur noch mit einer offiziellen Registrierungsnummer vermietet werden dürfen. Ohne diese Kennung sollen Angebote auf großen Buchungsplattformen wie Airbnb oder Booking.com nicht mehr erscheinen. Mit dieser Maßnahme will die kroatische Regierung den Markt stärker kontrollieren und insbesondere illegale oder nicht gemeldete Vermietungen eindämmen. Der Tourismus soll dadurch transparenter und besser reguliert werden.

Das ändert sich für Vermieter in Kroatien 2026

Für Vermieter bedeutet die Reform vor allem strengere Vorgaben und mehr Kontrolle durch Behörden. Jede Unterkunft muss künftig registriert und eindeutig zugeordnet werden. Die Verwaltung soll zentral digital erfolgen, wodurch die Behörden einen besseren Überblick über alle touristischen Angebote erhalten. Gleichzeitig sollen Kontrollen einfacher und häufiger möglich sein, um nicht registrierte Vermietungen schneller zu erkennen.

Auswirkungen für Urlauber

Für Urlauber selbst ändert sich grundsätzlich wenig im Alltag. Sie müssen sich nicht registrieren und haben keine neuen Pflichten zu erfüllen. Dennoch wird sich der Buchungsmarkt leicht verändern, da nur noch offiziell registrierte Unterkünfte angeboten werden dürfen. Inoffizielle oder nicht gemeldete Ferienwohnungen könnten dadurch von den Plattformen verschwinden. Das kann vor allem den besonders günstigen Bereich betreffen, in dem bisher auch viele private Angebote zu finden waren.

Keine direkten Pflichten oder Strafen für Touristen

Für Reisende selbst sind keine Strafen oder neuen Regeln vorgesehen. Die Änderungen betreffen ausschließlich Vermieter und Buchungsplattformen. Ein mögliches indirektes Risiko besteht lediglich darin, dass eine Unterkunft kurzfristig von einer Plattform entfernt wird, falls sie nicht korrekt registriert ist. In diesem Fall müsste im Zweifel eine alternative Unterkunft gebucht werden.

Ziel der Reform

Mit der neuen Regelung verfolgt Kroatien mehrere Ziele. Der Staat möchte illegale Vermietungen besser bekämpfen, den Tourismussektor transparenter gestalten und für fairere Wettbewerbsbedingungen sorgen. Außerdem soll die Verwaltung touristischer Kapazitäten verbessert werden, um den stark wachsenden Markt besser steuern zu können. 


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