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GRIECHENLAND. Das griechische Rote Kreuz hat Urlauber und Badegäste vor dem Hasenkopf-Kugelfisch gewarnt, der sich seit Jahren im Mittelmeer ausbreitet. Die Art, die ursprünglich aus dem Indischen Ozean und dem Roten Meer stammt, wird inzwischen regelmäßig in mehreren Regionen des östlichen Mittelmeers nachgewiesen. 

Symbolbild: Sakis Lazarides/stock.adobe.com
Symbolbild: Sakis Lazarides/stock.adobe.com

 Der Hasenkopf-Kugelfisch gelangte über den Suezkanal ins Mittelmeer. Wissenschaftler bezeichnen diesen Prozess als sogenannte Lessepssche Migration, bei der Arten aus dem Roten Meer in das Mittelmeer einwandern. In den vergangenen Jahren konnten sich mehrere dieser Arten dauerhaft etablieren, darunter auch der Hasenkopf-Kugelfisch. Nach Angaben von Forschern wird die Art inzwischen in zahlreichen Küstengewässern des östlichen Mittelmeers regelmäßig beobachtet. Die Ausbreitung wird von Wissenschaftlern und Behörden kontinuierlich verfolgt. Besonders betroffen sind Küstengebiete in Griechenland, der Türkei und auf Zypern. 

Außergewöhnlich starke Zahnplatten

Der Fisch verfügt über zusammengewachsene Zahnplatten, mit denen er harte Schalen von Krebsen, Muscheln und anderen Meerestieren knacken kann. Diese Beißkraft kann auch Angelhaken, Leinen oder Fischernetze beschädigen. Aus diesem Grund gilt die Art in vielen Küstenregionen als Herausforderung für die Fischerei. Fischer berichten seit Jahren von Schäden an Ausrüstung und Fängen, die mit dem Auftreten des Hasenkopf-Kugelfisches in Verbindung gebracht werden.

Giftiger Fisch darf nicht verzehrt werden

Besondere Vorsicht ist beim Umgang mit gefangenen Exemplaren geboten. Der Hasenkopf-Kugelfisch enthält Tetrodotoxin, ein starkes Nervengift, das für Menschen gefährlich sein kann. Das Gift befindet sich vor allem in bestimmten Organen des Fisches und kann schwere Vergiftungen verursachen. Aus diesem Grund warnen Behörden und Fachleute ausdrücklich davor, die Tiere zu verzehren. In mehreren Mittelmeerländern bestehen entsprechende Empfehlungen und Vorschriften zum Umgang mit der Art.

Behörden empfehlen Abstand

Das griechische Rote Kreuz rät Urlaubern, unbekannte Fische nicht anzufassen oder einzufangen. Wer beim Schwimmen, Tauchen oder Schnorcheln auf einen Hasenkopf-Kugelfisch trifft, sollte ausreichend Abstand halten und das Tier nicht provozieren. Experten betonen zugleich, dass Begegnungen mit dem Fisch für Badegäste vergleichsweise selten bleiben. Die Warnung dient vor allem der Information und Sensibilisierung von Urlaubern sowie der Vermeidung vermeidbarer Risiken.


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