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KROATIEN. Immer häufiger taucht ein gefährlicher Neuankömmling vor Kroatiens Küste auf: Der Rotfeuerfisch breitet sich rasant aus und verdrängt heimische Arten. Auch für den Menschen kann sein Gift gefährlich werden.

Der giftige Rotfeuerfisch kommt eigentlich aus dem Indischen Ozean, verbreitet sich aber seit Jahren auch im Mittelmeerraum. Bild: stock.adobe.com/crisod

Der rotbraun-weiß gestreifte Eindringling ist kaum zu übersehen – und genau das macht ihn so tückisch: Der Indische Rotfeuerfisch, auch Teufelsfeuerfisch genannt, breitet sich in der Adria mit bemerkenswerter Geschwindigkeit aus. Was lange als Einzelfall galt, ist inzwischen Realität: Die invasive Art gehört mittlerweile fest zum Bestand entlang der kroatischen.

Breitete sich rasant aus

Allein zwischen Juni 2024 und Januar 2025 wurden entlang der östlichen Adriaküste 122 Sichtungen dokumentiert, wie das Institut für Ozeanographie und Fischerei berichtet. Besonders häufig taucht der Raubfisch rund um die Inseln Lastovo und Vis auf, aber auch vor der Küste bei Dubrovnik häufen sich die Meldungen.

Auffällig ist dabei nicht nur die Zahl, sondern auch das Verhalten: Selbst in den Wintermonaten und in flachen Buchten wird die Art regelmäßig gesichtet. Für die Forscher ist klar, dass die Umweltbedingungen der Adria – insbesondere im mittleren und südlichen Bereich – dem Eindringling kaum Grenzen setzen.

Dabei begann die Entwicklung unscheinbar. 1992 wurde vor der Küste Israels erstmals ein Exemplar registriert. Damals ging man noch von einem isolierten Vorkommen aus. Heute zeigt sich, dass sich die Art, begünstigt durch steigende Wassertemperaturen, kontinuierlich im Mittelmeerraum ausbreitet – seit 2019 auch nachweislich in der Adria.

Problem für das Ökosystem

Für das Ökosystem sind die Folgen gravierend. Eine Studie im Fachjournal Neobiota belegt die Auswirkungen auf die Biodiversität: Der Rotfeuerfisch jagt zahlreiche heimische Arten, darunter auch solche, die nur in bestimmten Regionen vorkommen. Da ausgewachsene Tiere kaum natürliche Feinde haben, kann sich die Population nahezu ungehindert ausdehnen.

So gefährlich ist er für Menschen

Für Menschen ist der Rotfeuerfisch gefährlich, wenn man ihn berührt: Die Stacheln an Rücken-, Bauch- und Schwanzflossen enthalten Gift, das bei Kontakt starke Schmerzen und Gewebeschäden auslösen kann.

Typische Symptome reichen von Schwellungen und Taubheitsgefühlen bis hin zu Übelkeit und Atemproblemen. In seltenen Fällen kann es zu schwereren Reaktionen wie Kreislaufproblemen kommen – tödliche Verläufe sind jedoch äußerst selten.

Besonders anpassungsfähig

Charakteristisch für den Indische Rotfeuerfisch sind seine auffälligen, fächerartig gespreizten Flossen und die kontrastreiche Streifenzeichnung, die ihn für Fressfeinde abschreckend wirken lässt. Die Art kann bis zu 35 Zentimeter lang werden und ist ein geschickter Lauerjäger.

Ursprünglich im Indischen Ozean und im Roten Meer beheimatet, gilt der Rotfeuerfisch als besonders anpassungsfähig – er toleriert unterschiedliche Temperaturen, Salzgehalte und Tiefenbereiche. Genau diese Flexibilität macht ihn zu einem so erfolgreichen Eindringling in neuen Lebensräumen.

 


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