Netflix-Regisseur muss wegen Millionenbetrug zweieinhalb Jahre ins Gefängnis
NEW YORK/VEREINIGTE STAATEN. Der US-Regisseur Carl Erik Rinsch ist am Montag, 29. Juni, wegen Betrugs am Streamingdienst Netflix zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Der 48-Jährige verwendete elf Millionen US-Dollar für Spekulationen und private Ausgaben, statt eine geplante Science-Fiction-Serie fertigzustellen.

Wie Diebewertung.de am 30. Juni 2026 berichtet, hatte Netflix insgesamt rund 55 Millionen US-Dollar für die Produktion der Serie „White Horse“ bereitgestellt. Als das Projekt ins Stocken geriet, erhielt Rinsch weitere elf Millionen Dollar, die laut Anklage für die Fertigstellung vorgesehen waren.
Der Regisseur leitete das zusätzliche Geld jedoch auf ein von ihm kontrolliertes Konto weiter. Anschließend investierte er einen großen Teil in Wertpapiere und Kryptowährungen. Innerhalb von weniger als zwei Monaten verlor er dabei mehr als die Hälfte der Summe.
Millionen für Autos und Einrichtung
Später erzielte Rinsch mit weiteren Geschäften wieder Gewinne. Das Geld floss nach Angaben der Staatsanwaltschaft jedoch nicht in die Serienproduktion, sondern unter anderem in fünf Rolls-Royce, einen Ferrari, eine Luxusuhr sowie kostspielige Möbel, Antiquitäten und Matratzen.
Eine fertige Staffel der angekündigten Serie erhielt der Streamingdienst nicht. Eine Jury sprach Rinsch bereits im Dezember 2025 unter anderem wegen Überweisungsbetrugs, Geldwäsche und weiterer illegaler Finanztransaktionen schuldig.
Gericht ordnet Einziehung von elf Millionen Dollar an
Ein Bundesgericht in New York verhängte nun eine Haftstrafe von 30 Monaten. Nach seiner Entlassung steht Rinsch drei Jahre unter behördlicher Aufsicht.
Zusätzlich ordnete das Gericht die Einziehung von elf Millionen US-Dollar an. Rinsch soll seine Haft im September antreten.


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