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ST. LEONHARD IM PITZTAL. Nach den schweren Murenabgängen im Pitztal dauern die Aufräum- und Sicherungsarbeiten auch am Mittwoch unvermindert an. Die L 16 Pitztalstraße bleibt zwischen Hairlach und Eggenstall weiterhin gesperrt. Für kurze Zeitfenster ist eine einspurige Umfahrung geöffnet.

Die Murenabgänge im Bereich des Bichlbachs und des Hairlachbachs hatten am Montagabend die L 16 Pitztalstraße auf einer Länge von rund 500 Metern getroffen.(Foto: Land Tirol/Hörmann)

Seit den Murenabgängen am Montagabend arbeiten Einsatzkräfte rund um die Uhr daran, die Folgen des Unwetters zu beseitigen. Insgesamt waren etwa 50 Feuerwehrleute, Mitarbeiter der Straßenmeisterei Zams, des Baubezirksamts Imst, der Wildbach- und Lawinenverbauung sowie externe Firmen die ganze Nacht im Einsatz. Mit neun Baggern und fünf Lastwagen wurde eine provisorische Umfahrung errichtet.

Zeitweise Durchfahrt möglich

Auch am Mittwochnachmittag kann die Ausweichstrecke für kurze Zeit genutzt werden. Fahrzeuge dürfen von 15 bis 15.15 Uhr taleinwärts und von 15.15 bis 15.30 Uhr talauswärts fahren.

Ziel ist es, die Umfahrung noch am Mittwochabend dauerhaft einspurig mit einer Ampelregelung befahrbar zu machen. Wann die L 16 vollständig wieder geöffnet werden kann, ist derzeit noch unklar.

Stromversorgung wiederhergestellt

Die zwischenzeitlich unterbrochene Stromversorgung im hinteren Pitztal konnte inzwischen gemeinsam mit dem Netzbetreiber vollständig wiederhergestellt werden.

Sicherheitslandesrätin Astrid Mair machte sich vor Ort ein Bild der Lage und bedankte sich bei allen Einsatzkräften. Auch Landeshauptmann Anton Mattle und Landeshauptmann-Stellvertreter Josef Geisler würdigten den Einsatz aller beteiligten Organisationen und betonten, dass nun die Wiederherstellung der Verkehrsanbindung oberste Priorität habe.

Rund 1.000 Menschen zeitweise eingeschlossen

Die Muren im Bereich des Bichlbachs und Hairlachbachs beschädigten die L 16 auf einer Länge von rund 500 Metern. Etwa 250 Meter der Straße wurden unterspült oder vollständig weggerissen. Zudem wurden vier Brücken teilweise schwer beschädigt, während die Pitze stellenweise über die Ufer trat.

Nach Angaben des Bürgermeisters von St. Leonhard im Pitztal, Elmar Haid, waren durch die Muren zeitweise rund 1.000 Menschen von der Außenwelt abgeschnitten. Verletzt wurde glücklicherweise niemand. Der Schwerpunkt der Arbeiten liegt nun auf der weiteren Sicherung der Straße und der Beseitigung der erheblichen Schäden.


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