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ÖSTERREICH. Europäische Hornissen sind nützliche Insekten und in vielen Teilen Österreichs geschützt. Sie jagen täglich große Mengen an Fliegen, Wespen, Käfern und anderen Gartenschädlingen und spielen damit eine wichtige Rolle im Ökosystem.  

Europäische Hornisse (Foto: Johanna Steinberger)
Europäische Hornisse (Foto: Johanna Steinberger)

Hornissen interessieren sich im Gegensatz zu vielen Wespen kaum für Süßes oder Fleischiges. Beim Picknick oder bei der Grillerei werden sie daher meist nicht lästig. Erwachsene Tiere ernähren sich vor allem von Nektar, Fallobst und Pflanzensäften.

Ihre Larven brauchen dagegen tierische Nahrung. Arbeiterinnen tragen täglich bis zu 500 Gramm Insekten ins Nest und reduzieren dadurch Schädlinge im Garten deutlich.

Friedlicher als ihr Ruf

Europäische Hornissen gelten als friedlich. Fühlen sie sich bedroht, flüchten sie meist eher, als dass sie angreifen. Ein Stich ist für Menschen im Normalfall nicht gefährlicher als ein Wespen- oder Bienenstich.

Vorsicht gilt bei Allergien. Eine Allergie gegen Bienen- oder Wespenstiche bedeutet aber nicht automatisch, dass auch eine Hornissengiftallergie besteht, weil die Gifte unterschiedliche Bestandteile enthalten können.

Asiatische Hornisse breitet sich aus

Neben der heimischen Art rückt die invasive Asiatische Hornisse stärker in den Fokus. Sie wurde im April 2024 erstmals in Österreich gesichtet. Im Juni 2026 wurden in Lustenau in Vorarlberg erstmals zwei Nester entdeckt.

Für Menschen gilt die Asiatische Hornisse nicht als aggressiver als heimische Wespen oder Bienen, solange man Abstand zu Nestern hält. Problematisch ist sie aber für Wildbienen und Honigbienen, weil sie diese als Nahrung für ihre Larven jagt.

Die Tiere können Bienen im Flug angreifen oder direkt an Fluglöchern und Bienenstöcken auftauchen. Solche Angriffe können Bienenpopulationen stark schwächen.

Nester nicht eigenständig entfernen

Europäische Hornissen bauen ihr Nest nicht zweimal an derselben Stelle. Wer ein Nest an einer ungünstigen Stelle entdeckt, muss daher nicht damit rechnen, dass es im Folgejahr wieder dort entsteht.

Bei Allergien oder unmittelbarer Nähe zu Wohnräumen sollte ein Nest fachgerecht und möglichst schonend entfernt werden. Ein eigenmächtiges Entfernen ist nicht ratsam.

Wer ein Nest der Asiatischen Hornisse vermutet, sollte aus sicherer Entfernung mehrere Fotos machen und die Beobachtung auf der Plattform naturbeobachtung.at oder über die gleichnamige App melden. Fachleute werten die Daten aus, um die Verbreitung der Arten besser einschätzen zu können.


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