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STEIERMARK. Crazy Cheese ist insolvent. Zwei Gesellschaften aus Hart bei Graz haben Konkurs beantragt, die Geschäfte sind geschlossen. Eine Fortführung ist nicht geplant.
 
 

Aus für den Luxus-Käse (Foto: Marcel)
Aus für den Luxus-Käse (Foto: Marcel)

Zwei Gesellschaften rund um die bekannte Käse-Marke Crazy Cheese haben Konkurs beantragt. Die Geschäfte sind bereits geschlossen, eine Fortführung ist laut Kreditschützern nicht geplant. Dienstnehmer waren zuletzt keine mehr beschäftigt.

Hinter der Marke steht Roland Ludomirska, der Käse mit auffälligem Marketing, exklusiven Sorten und starker Social-Media-Präsenz als Lifestyle-Produkt positionierte. Wie Kreditschützer berichten, sind die Crazy Cheese Manufacture Holding GmbH und die MRL Crazy Cheese Manufacture W GmbH mit Sitz in Hart bei Graz betroffen.

Crazy Cheese galt jahrelang als auffällige Marke in der österreichischen Lebensmittelbranche. Für Fans war der Käse Kult, Kritiker sahen vor allem hohe Preise und polarisierendes Auftreten.

Kritik an Preisen sorgte für Wirbel

Immer wieder gab es Diskussionen rund um kostspielige Käse-Stücke und überraschend hohe Rechnungen. Berichte über besonders teure Einkäufe machten in sozialen Medien die Runde und brachten die Marke wiederholt in die Kritik.

Als Grund für die wirtschaftliche Schieflage werden vor allem Nachwirkungen der Corona-Zeit genannt. Ausgerechnet 2020 soll das Unternehmen mehrere neue Standorte eröffnet haben. Kurz darauf folgten Lockdowns, geschlossene Geschäfte und deutliche Umsatzeinbrüche.

Keine Fortführung geplant

Auch spätere Sparmaßnahmen konnten die Lage offenbar nicht mehr stabilisieren. Zuletzt kam es 2026 erneut zu einem deutlichen Umsatzrückgang. Nun sind alle Geschäfte geschlossen.

Damit endet ein Kapitel, das in Österreichs Käsehandel für viel Aufmerksamkeit sorgte. Der Kult um Crazy Cheese ist wirtschaftlich vorerst vorbei.

 

 


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