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Trockenheit spitzt sich zu: In Teilen Österreichs so trocken wie nie zuvor

Tips LogoThomas Leitner, 14.07.2026 11:07

ÖSTERREICH. Österreich leidet unter extremer Trockenheit. In mehreren Regionen wurden heuer die niedrigsten Niederschlagswerte seit Beginn der Messungen erreicht.

Trockenheit auch in Österreich ein Problem (Foto: DR Moura/adobe.stock)
Trockenheit auch in Österreich ein Problem (Foto: DR Moura/adobe.stock)

Die anhaltende Trockenheit verschärft sich weiter: Von 1. Jänner bis 30. Juni fiel in Österreich um 27 Prozent weniger Niederschlag als im langjährigen Durchschnitt. Besonders alarmierend ist die Lage in mehreren Regionen, wo es laut GeoSphere Austria seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1885 noch nie so trocken war.

Historische Trockenheit in mehreren Regionen

Betroffen sind unter anderem der Salzburger Flachgau, das Innviertel, Teile des Wald- und Weinviertels, das Wiener Becken sowie Regionen in Vorarlberg und dem Burgenland. Dort fehlen zwischen 30 und 50 Prozent der üblichen Niederschlagsmengen.

„Derart niederschlagsarm war es im Flächenmittel in diesen Teilen des Bundesgebietes seit dem Jahr 1885 nicht mehr“, erklärt Klimatologe Alexander Orlik von der GeoSphere Austria.

Auch Oberösterreich verzeichnet außergewöhnliche Werte: In Kremsmünster fielen seit Jahresbeginn bis 13. Juli lediglich 332 Millimeter Regen statt durchschnittlich 533 Millimeter. In Ried im Innkreis wurden nur 298 Millimeter gemessen – ein neuer Negativrekord seit Beginn der Aufzeichnungen.

160 Liter Regen pro Quadratmeter fehlen

Besonders dramatisch ist die Situation im Osten Österreichs. Dort weist die klimatische Wasserbilanz ein extremes Defizit auf. Böden und Vegetation leiden zunehmend unter dem Wassermangel.

Um die fehlenden Niederschläge auszugleichen, müssten laut GeoSphere Austria in den kommenden Wochen österreichweit zusätzlich rund 160 Liter Regen pro Quadratmeter fallen. „Es fehlt also der Niederschlag von einem gesamten und einem weiteren Drittel eines Sommermonats“, so Orlik.

Kaum Hoffnung auf Entspannung

Eine rasche Besserung ist derzeit nicht in Sicht. Zwar werden in den kommenden Tagen im Westen sowie in Kärnten und der Steiermark einzelne Gewitter erwartet, flächendeckender Regen bleibt jedoch aus. Im Osten dürfte es laut Prognosen überwiegend trocken bleiben – die außergewöhnliche Trockenheit wird sich damit vorerst weiter fortsetzen.


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