Skelett von Tyrannosaurus rex wird in New York versteigert
NEW YORK/VEREINIGTE STAATEN. Ein fast vollständiges Skelett eines Tyrannosaurus rex soll am Dienstag bei Sotheby’s in New York versteigert werden. Das Exemplar „Gus“ ist rund 3,8 Meter hoch und könnte 20 bis 30 Millionen US Dollar erzielen. Fachleute warnen, dass solche Verkäufe wichtige Fossilien der Forschung entziehen können.

Wie The Guardian am 14. Juli 2026 berichtet, zählt „Gus“ zu den größten und vollständigsten T. rex Skeletten, die bisher entdeckt wurden. Das Fossil ist vermutlich etwa 67 Millionen Jahre alt und stammt aus Harding County im US Bundesstaat South Dakota.
Gefunden wurde der Dinosaurier auf einer Ranch. Die Bergung begann 2021 und dauerte rund drei Jahre. Verantwortlich war ein kommerzielles Grabungsteam, das mit Zustimmung des Grundstückseigentümers arbeitete.
Museen können kaum mithalten
Der erwartete Preis zeigt ein Problem, das Paläontologen seit Jahren beschäftigt. Öffentliche Museen und Universitäten können bei Auktionen oft nicht mit privaten Sammlern konkurrieren.
Für die Wissenschaft zählt nicht nur der Fund selbst. Entscheidend ist auch, ob ein Fossil dauerhaft zugänglich bleibt. Nur dann können Forscher frühere Untersuchungen prüfen und neue Erkenntnisse gewinnen.
Private Sammlungen erschweren Forschung
Wenn ein Skelett in eine private Sammlung geht, ist der Zugang nicht gesichert. Selbst Leihgaben an Museen gelten unter Fachleuten als unsicher, weil Eigentümer sie wieder zurückholen können.
Der Fall erinnert an frühere Rekordverkäufe. 2024 erzielte ein Stegosaurus namens „Apex“ bei Sotheby’s 44,6 Millionen US Dollar. Er wurde später an ein Museum verliehen.
Hoffnung auf öffentliche Sammlung
Mehrere Forscher hoffen nun, dass „Gus“ nach der Auktion in eine öffentliche Sammlung kommt. Dort könnte das Fossil untersucht, erhalten und der Öffentlichkeit gezeigt werden.
Sotheby’s verweist darauf, dass private Grabungsfirmen auch Funde sichern, die sonst möglicherweise im Boden bleiben würden. Für viele Wissenschaftler bleibt dennoch entscheidend, dass seltene Dinosaurierfossilien langfristig für Forschung und Bildung verfügbar sind.


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