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TRIENT/ITALIEN. Im norditalienischen Trentino soll die Jagd auf Wildschweine ab 2027 auch mit Pfeil und Bogen möglich sein. Die Regionalverwaltung beschloss Anfang Juli 2026 eine entsprechende Regelung. Ziel ist es, die wachsende Wildschweinpopulation besser zu kontrollieren.

Norditalien reagiert auf viele Wildschweine: Trentino erlaubt künftig Bogenjagd, wie sie in Venetien und der Lombardei gilt. Foto: vlntn/stock.adobe.com, KI-generiert

Wie Jägermagazin am 16. Juli 2026 berichtet, reiht sich Trentino damit in mehrere italienische Regionen ein, die Bogenjagd bereits zulassen. In Venetien und der Lombardei ist diese Form der Jagd auf Wildschweine schon erlaubt.

Italien zählt derzeit schätzungsweise rund zwei Millionen Wildschweine. Die Tiere verursachen immer wieder Schäden in Gärten, Anlagen und landwirtschaftlichen Flächen. Zudem gilt eine hohe Dichte beim Schwarzwild auch mit Blick auf die Afrikanische Schweinepest als Risiko.

Zusatzprüfung für Jäger nötig

Wer im Trentino künftig mit Pfeil und Bogen auf Wildschweine jagen will, muss eine zusätzliche Prüfung ablegen. Die Methode soll vor allem dort eingesetzt werden, wo leise Eingriffe in den Bestand erwünscht sind.

Befürworter verweisen auf weniger Lärm und ein geringeres Risiko durch Querschläger. Kritiker sehen dagegen die Gefahr, dass Tiere nicht rasch genug getötet werden. In Deutschland und Österreich bleibt die Bogenjagd verboten.

Spanien nutzt Methode seit Jahren

Auch andere Länder setzen punktuell auf Bogenjäger. In Madrid arbeitet eine spezialisierte Einheit seit Jahren daran, Wildschweine in Stadtnähe zu reduzieren. Seit 2011 sollen dort rund 800 Tiere mit Pfeil und Bogen erlegt worden sein.

Im Trentino soll die neue Regelung helfen, den Bestand gezielter zu steuern. Wann genau die ersten Einsätze stattfinden, ist noch nicht bekannt.


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