Schweres Erdbeben trifft Japans Insel Kyushu
KUMAMOTO/JAPAN. Ein Erdbeben der Stärke 7,1 hat am Dienstag um 16.27 Uhr Ortszeit die Präfektur Kumamoto im Süden Japans getroffen. In Teilen der Region erreichte es auf der japanischen Skala die höchste Stufe 7, zahlreiche Gebäude und Verkehrswege wurden beschädigt.

Wie die Japan Times am 28. Juli 2026 berichtet, lag das Epizentrum nahe der Stadt Uki in rund zehn Kilometern Tiefe. Etwa 30 Minuten später folgte ein weiteres starkes Beben.
In Uki gingen bei der Feuerwehr zahlreiche Notrufe ein, nachdem mehrere Brände ausgebrochen waren. Fernsehbilder zeigten eingestürzte Gebäude. Auch in Yatsushiro wurden Schäden an Überführungen der Kyushu-Autobahn gemeldet.
Tsunamiwarnung wieder aufgehoben
Die Wetterbehörde gab zunächst eine Tsunamiwarnung für die Küsten am Ariake- und Yatsushiro-Meer aus. Sie hob diese um 18.10 Uhr Ortszeit wieder auf.
Die stärksten Erschütterungen wurden in Uki und Hikawa registriert. Auch die Städte Kumamoto, Yatsushiro und Uto sowie weitere Orte auf Kyushu waren stark betroffen.
Zehntausende Haushalte ohne Strom
Rund 48.300 Haushalte in der Präfektur Kumamoto waren nach Angaben des Energieversorgers ohne Strom. Die Bevölkerung wurde aufgefordert, beschädigte Stromleitungen nicht zu berühren.
Die Behörden prüfen das genaue Ausmaß der Schäden und mögliche Verletzte. Die Wetterbehörde rechnet besonders in den nächsten zwei bis drei Tagen mit weiteren schweren Erschütterungen. An den japanischen Atomkraftwerken seien zunächst keine Auffälligkeiten festgestellt worden.
Region bereits 2016 betroffen
Die aktuelle Erschütterung ereignete sich nahe jener Region, die im April 2016 von zwei schweren Beben getroffen worden war. Damals starben 278 Menschen, rund 2.800 wurden verletzt.
Ob ein direkter Zusammenhang besteht, war am Dienstag noch offen.


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