Privatpilotenlizenz: So teuer wird der Traum vom eigenen Flugschein
DEUTSCHLAND. Der Traum vom Fliegen hat seinen Preis: Für eine Privatpilotenlizenz kommen schnell 15.000 bis 25.000 Euro zusammen. Doch wo entstehen die Kosten?

Wer selbst ein Flugzeug steuern möchte, muss nicht nur Zeit, sondern auch einiges an Geld investieren. Bei der Privatpilotenlizenz PPL(A) entscheidet dabei längst nicht allein der Preis eines Kurses. Flugstunden, Fluglehrer, Gebühren, Theorie und Sprechfunk summieren sich – und auch längere Ausbildungspausen können die Rechnung nach oben treiben.
Flugstunden sind der größte Kostenblock
Für die PPL(A) sind mindestens 45 Flugstunden vorgeschrieben. Bei klassischen Schulungsflugzeugen wie einer Cessna 172 oder Piper PA-28 werden laut Aviation Hero häufig etwa 150 bis 300 Euro pro Stunde im Nasscharter fällig. Bei moderneren Maschinen können es 300 bis 400 Euro oder mehr sein.
Dazu kommen die Kosten für den Fluglehrer. In Vereinen werden häufig 10 bis 40 Euro pro Stunde als Aufwandsentschädigung verrechnet, gewerbliche Flugschulen verlangen laut Aviation Hero etwa 40 bis 120 Euro. Auch Landegebühren und zusätzliche Zeiten für Briefings können die Rechnung erhöhen.
„Der günstigste Start ist nicht automatisch der günstigste Weg zur Lizenz. Entscheidend ist, ob man kontinuierlich vorankommt und unnötige Schleifen vermeidet“, sagt Heinz Koop von Aviation Hero.
Auch Theorie, Funk und Prüfungen kosten
Für fliegerärztliches Tauglichkeitszeugnis, Prüfungen, Prüferhonorar und weitere behördliche Kosten sollten angehende Piloten laut Aviation Hero zusätzlich rund 700 bis 1.200 Euro einplanen. Dazu kommen je nach Ausbildungsweg Mitglieds-, Aufnahme- und Kursgebühren.
Bei der Theorie reicht die Spanne bei kommerziellen Angeboten von rund 1.000 bis 3.000 Euro, BZF-Sprechfunkkurse kosten demnach etwa 250 bis 1.000 Euro. Aviation Hero selbst setzt auf digitale Theorie- und Sprechfunkausbildung mit Videolektionen und Live-Trainings.
Pausen können den Flugschein verteuern
Teuer kann es werden, wenn zwischen den Flugstunden längere Pausen liegen. Dann können zusätzliche Wiederholungsstunden notwendig werden. Auch ein Wechsel der Flugschule oder des Flugzeugmusters kann zusätzlichen Trainingsaufwand verursachen.
Koop empfiehlt deshalb, Funk und Theorie möglichst vor der intensiven praktischen Ausbildung abzuschließen. Bei rund zehn Stunden Lernaufwand pro Woche seien beide Bereiche laut Aviation Hero in vielen Fällen innerhalb von etwa drei Monaten zu schaffen. Eine Garantie für eine bestimmte Zahl an Flugstunden oder fixe Gesamtkosten gibt es allerdings nicht.
Unterm Strich sollten Interessierte für eine PPL(A) laut Aviation Hero mit einem Gesamtbudget von etwa 15.000 bis 25.000 Euro rechnen. Entscheidend ist dabei nicht nur der Preis einer einzelnen Flugstunde, sondern wie effizient und kontinuierlich die gesamte Ausbildung organisiert werden kann.








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