Salzburger Festspiele bekommen neuen Intendanten: Das ist Peter de Caluwe
SALZBURG. Peter de Caluwe übernimmt 2027 die Salzburger Festspiele. Der Belgier bringt viel internationale Erfahrung mit – Kristina Hammer bleibt Präsidentin.

Nach turbulenten Monaten sind die wichtigsten Weichen an der Spitze der Salzburger Festspiele gestellt. Der belgische Opernmanager Peter de Caluwe übernimmt am 1. Oktober 2027 die Intendanz. Kristina Hammer bleibt Präsidentin und startet mit 1. Jänner 2027 in eine zweite fünfjährige Amtszeit.
Ein Opernprofi mit Salzburger Verbindung
De Caluwe, 1963 im belgischen Dendermonde geboren, bringt jahrzehntelange Erfahrung aus der internationalen Opernwelt mit. Von 2007 bis 2025 leitete er La Monnaie in Brüssel, davor arbeitete er viele Jahre an der Nederlandse Opera in Amsterdam. Seine Karriere begann 1986 ausgerechnet unter Gerard Mortier, der später selbst die Salzburger Festspiele prägte. Zuletzt war de Caluwe für das Kulturhauptstadt-Projekt Leuven 2030 tätig.
Schon ab Oktober 2026 beginnt seine Vorbereitungszeit in Salzburg. Ein fertiges Konzept will er bewusst nicht vorlegen. Zunächst gehe es ums Zuhören. Als Leitlinien nennt der 63-Jährige höchste künstlerische Qualität und größtmögliche Offenheit. Die Festspiele sollen fest in Salzburg verwurzelt bleiben und zugleich international ausstrahlen.
Mammut-Umbau wartet auf die neue Führung
Auf de Caluwe und Hammer wartet eine außergewöhnliche Phase. Mit dem rund 400 Millionen Euro schweren Projekt „Festspielbezirk 2030“ läuft eine umfassende Sanierung und Erweiterung. Neue Räume im Mönchsberg, Probesäle und Logistikflächen sollen entstehen.
Auch personell ist noch nicht alles geklärt: Die Position des kaufmännischen Direktors soll im Herbst neu ausgeschrieben werden. Damit bleibt neben der künstlerischen Neuausrichtung auch hinter den Kulissen eine wichtige Führungsfrage offen.








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