Joel Schwärzler vor historischer Teilnahme an den Next Gen Finals
ÖSTERREICH. Joel Schwärzler könnte seine starke Saison mit einem historischen Erfolg krönen. Der 20-jährige Vorarlberger hat gute Chancen auf einen Start bei den Next Gen Finals – und könnte damit österreichische Tennisgeschichte schreiben.

Die Saison von Joel Schwärzler ist hierzulande zuletzt etwas unter dem Radar geblieben.
Dabei wurde der Vorarlberger nach seinem starken Start ins Erwachsenentennis und herausragenden Leistungen im Nachwuchs schon früh mit Dominic Thiem verglichen – und damit auch mit hohen Erwartungen konfrontiert.
Schwärzler winkt Premiere bei den Next Gen Finals
Nach einem schwierigen vergangenen Jahr ist Schwärzler heuer deutlich besser unterwegs. Angesichts seines jungen Alters kann sich seine Saison durchaus sehen lassen.
In seiner Altersklasse zählt der Vorarlberger weiterhin zu den besten Spielern der Welt – und könnte sich für seine starken Leistungen nun noch einmal besonders belohnen.
Denn der 20-Jährige, aktuell auf Rang 176 der ATP-Weltrangliste, hat gute Chancen, sich für die Next Gen ATP Finals zu qualifizieren. Vom 9. bis 13. Dezember kämpfen die besten Nachwuchsspieler der ATP-Tour im italienischen Reggio Calabria um den Titel.
Rafael Jodar klarer Favorit
Im aktuellen „Race to Reggio Calabria“ liegt Schwärzler auf dem fünften Platz und damit auf Kurs für eine Teilnahme. Angeführt wird das U20-Ranking vom Spanier Rafael Jodar, der bereits auf Rang 13 der Weltrangliste vorgestoßen ist. Dahinter folgen Joao Fonseca, Martina Landaluce, Federico Cina und eben Schwärzler.
Zuletzt durfte der Vorarlberger in Wien auch Davis-Cup-Luft schnuppern. Beim 3:2-Sieg Österreichs gegen Belgien kam er allerdings nicht zum Einsatz.
ÖTV-Talent könnte Tennisgeschichte schreiben
Sollte Schwärzler die Qualifikation schaffen, würde er österreichische Tennisgeschichte schreiben: Noch nie zuvor hat ein Österreicher an den Next Gen Finals teilgenommen.
Seinen Platz in der Spitzengruppe des „Race to Reggio Calabria“ hat sich Schwärzler mit einer Reihe starker Ergebnisse auf Challenger-Ebene erarbeitet. Anfang August triumphierte er in Polen und holte damit seinen zweiten Challenger-Titel der Saison.
Zwei Titel auf Challenger-Ebene
Seinen ersten Turniersieg auf dieser Ebene feierte der Vorarlberger bereits im März in Ruanda. Wenige Wochen zuvor hatte er in Lugano nur knapp in drei Sätzen das Finale verloren. Beim ersten Challenger-Turnier des Jahres in Thailand war er zudem bis ins Halbfinale vorgestoßen.
Auch zuletzt zeigte die Formkurve nach oben: Beim Challenger-Turnier im französischen Mouilleron-le-Captif erreichte Schwärzler ebenfalls das Halbfinale. Damit hat sich der 20-Jährige eine hervorragende Ausgangsposition für den Endspurt um einen Platz bei den Next Gen Finals geschaffen.








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