Skisprung-Legende erklärt endgültigen Rücktritt
FINNLAND. Nach mehr als 40 Jahren an der Schanze zieht die finnische Skisprung-Legende Mika Kojonkoski einen Schlussstrich unter ihre Trainerkarriere.

Einer der erfolgreichsten Skisprung-Trainer der Welt verabschiedet sich von der Schanze: Mika Kojonkoski beendet nach mehr als 40 Jahren seine Trainerkarriere.
„Es liegen genügend Jahre und Kilometer hinter uns“, sagte Kojonkoski gegenüber der finnischen Tageszeitung „Iltalehti“.
Die Freude an der Arbeit mit Athleten sei zwar nach wie vor groß, nach Jahrzehnten im internationalen Skisprung-Zirkus sei sein „Reise-Konto“ aber voll. Künftig wolle er sich stärker seiner Familie und jenen Dingen widmen, für die ihm bisher oft die Zeit gefehlt habe.
„Ich sage niemals nie“
„Ich lebe jeden Tag ein aktives Leben. Der einzige Unterschied ist jetzt, dass ich Zeit für all die Dinge habe, nach denen ich Sehnsucht habe“, erklärte der Finne. Neben seiner Tätigkeit im Sport ist Kojonkoski seit einigen Jahren auch als Chef eines Unternehmens im Bereich Vermögensverwaltung tätig.
Eine Rückkehr als Trainer schloss er nicht kategorisch aus. Viel Hoffnung auf ein Comeback machte er allerdings nicht. „Ich sage niemals nie. Die Welt wird von Leuten regiert, die 20 Jahre älter als ich sind. Aber meine Trainerkarriere ist praktisch vorbei“, stellte Kojonkoski klar.
Zuletzt mit Nachwuchsspringer gearbeitet
Zuletzt war Kojonkoski unter anderem in die Arbeit mit dem finnischen Nachwuchsspringer Vilho Palosaari eingebunden. Das Projekt könnte einen passenden Abschluss seiner langen Laufbahn als Trainer bilden.
Seine Entscheidung sei jedenfalls nicht darauf zurückzuführen, dass ihm die Arbeit mit den Athleten keinen Spaß mehr mache. „Ich liebe das Training immer noch und genieße fast jeden Moment“, betonte er gegenüber „Iltalehti“.
Große Erfolge mit Norwegen
Kojonkoski war zunächst selbst als Skispringer aktiv, ehe er sich der Trainerarbeit widmete. Nach Stationen in Österreich und Finnland übernahm er 2002 die norwegische Nationalmannschaft.
Unter seiner Leitung entwickelte sich Norwegen zu einer der führenden Nationen im internationalen Skispringen. Zu den Erfolgen seiner Amtszeit zählten Olympiasiege, Weltmeistertitel und Triumphe bei der Vierschanzentournee.
Arbeitete auch in China
2011 endete seine erste große Trainerperiode in Norwegen. Anschließend war Kojonkoski unter anderem im finnischen Sport tätig.
Von 2018 bis 2021 arbeitete er am Aufbau des chinesischen Skisprungprogramms mit Blick auf die Olympischen Winterspiele 2022 in Peking. In den vergangenen Jahren engagierte er sich erneut im finnischen und internationalen Skispringen.








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