Unwetter-Bilanz OÖ: Über 500 Notrufe pro Stunde
OÖ. Die Unwetter am vergangenen Wochenende waren eine Belastungsprobe für die oberösterreichischen Feuerwehren. Zu Spitzenzeiten gingen mehr als 500 Anrufe pro Stunde in der Landeswarnzentrale ein.

Wie schon durch Prognosen und Unwetterwarnungen angekündigt, traf die Unwetterfront von Westen kommend auf Oberösterreich. Die Landeswarnzentrale im Landes-Feuerwehrkommando OÖ wurde entsprechend mit Personal aufgestockt und war so für die zu erwartenden Notrufe gerüstet. In den Spitzenzeiten sorgten die Auswirkungen der Unwetter für mehr als 500 Notrufe pro Stunde.
Wassermassen und Sturmböen brachten Verkehr zum Erliegen
Die starken Regenfälle führte neben den großflächigen Überflutungen zu erheblichen Problemen im Verkehrsnetz. Unterführungen liefen mit Wasser voll und Straßen mussten abgesperrt werden. Die heftigen Sturmböen verstärkten die Gefahr durch umgestürzte Bäume auf Verkehrswegen und Gebäuden. Zudem wurden Dächer abgedeckt, beschädigte Stromleitungen verursachten unzählige Stromausfälle.
Besonders dramatisch gestaltete sich die Lage in den Bezirken Braunau und Schärding, wo mehrere Personenrettungen durchgeführt werden mussten, nachdem Bäume auf Autos gestürzt waren. Die starken Niederschläge führten auch zu einem Anstieg der Flusspegel, infolgedessen war der Aufbau mehrerer mobiler Hochwasserschutzanlagen notwendig.
Massives Aufgebot an Feuerwehrkräften notwendig
Mehr als 1.100 Unwettereinsätze hatten die Feuerwehren in den letzten Tagen zu leisten. Dabei standen 345 Feuerwehren mit über 5.750 Einsatzkräften im Einsatz. Mittlerweile haben sich die Pegelstände der meisten Flüsse wieder auf Normalniveau eingependelt und die Nacharbeiten der Feuerwehren sind zum Großteil abgeschlossen.
Dank und Anerkennung von den Führungsspitzen für die enormen Leistungen
„Unsere Ehrenamtlichen opfern bei den Einsätzen nicht nur ihre Freizeit, sondern riskieren auch ihre Unversehrtheit. Unabhängig von Tages- und Nachtzeit: Auf unsere Feuerwehrkameradinnen und Feuerwehrkammeraden ist stets Verlass! Dafür möchte ich meinen tiefsten Respekt und größten Dank aussprechen“, sagt Michaela Langer-Weninger, Feuerwehr-Landesrätin
Robert Mayer, Feuerwehrpräsident und Landes-Feuerwehrkommandant; „Diese Unwetter über Oberösterreich zeigten einmal mehr, wie wichtig eine effektive Vorbereitung auf Naturkatastrophen ist und wie entscheidend der Einsatz der Feuerwehren für die Sicherheit und das Wohlergehen der Bevölkerung ist. Ein großes Danke an alle Einsatzkräfte, die sich in den Tag- und Nachtstunden des vergangenen Wochenendes unermüdlich den Einsätzen gestellt haben!“


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