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Tips Logo Online Redaktion, 06.12.2020 07:53

OÖ. Der Winter und vor allem der Advent sind eine Zeit der Bräuche und Rituale. Manche Traditionen sind fast ausgestorben, wie etwa das „Frautragen“.

Das „Frautragen“ erinnert an die Herbergssuche von Maria und Josef. Foto: Hadrian/shutterstock.com

Das Frautragen ist eng mit Maria, der Mutter Jesu verknüpft. Sie wird oft als „Unsere liebe Frau“ bezeichnet. Von diesem Ausdruck hat das Frautragen seinen Namen. Der Brauch ist denkbar einfach: Eine Marienfigur wird während der Adventszeit von Haus zu Haus getragen. In jedem Haushalt wird der Madonna jeweils einen Tag Herberge gewährt.

Das Frautragen erinnert an die Herbergssuche von Maria und Josef: Maria ist gewissermaßen den ganzen Advent lang unterwegs durch die Häuser einer Gemeinde und ersucht, aufgenommen zu werden. Das Ende dieser Reise markiert dann der 24. Dezember, der Tag, an dem die Marienfigur die Kirche erreicht und dort an einem besonderen Platz verehrt wird.

Wiederkehr des Räucherns

Während das Frautragen eher ausstirbt, feiern manche Traditionen eine Art Wiedergeburt. Eine davon ist das Räuchern zu den Raunächten. Als Raunächte werden die zwölf Nächte um die Jahreswende bezeichnet, wobei es hier zum Teil große regionale Unterschiede gibt. Einig ist man sich aber bei den vier wichtigsten Raunächten, der Thomasnacht (21. Dezember), der Christnacht (24. Dezember), der Silvesternacht und der Dreikönigsnacht (5. Jänner).

Das kommt in den Weihrauchkessel

In diesen Nächten wird das Haus ausgeräuchert, indem die Glut mit Weihrauch, Palmzweigen von Ostern und Kräutern der Kräuterweihe vermischt wird. Das Ganze soll Unheil fernhalten. In manchen Regionen heißt es außerdem, dass an den Tagen, an denen geräuchert wird, keine Wäsche gewaschen werden soll.


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