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„Die Donau ist das Festival“ – Open Call für Festival der Regionen 2027

Tips LogoKarin Seyringer, 10.03.2026 20:13

OÖ/ASCHACH/LINZ/BEZIRK. „Wasser ist politisch. Die Donau verbindet. Sie verändert Landschaften, Ökonomien, Gesellschaften. Strömung erzeugt Widerstand. Eintauchen bedeutet Berühren.“ Mit diesen Worten beschreibt das Team um das Festival der Regionen das Festivalthema 2027. Wie berichtet findet es an der Donau statt, mit Aschach als Festivalzentrum. Am Dienstag wurden in Linz Details präsentiert. Bis 30. April 2026 läuft der Open Call für Projekteinreichungen.

Simone Barlian, Adriana Torres Topaga, Kunstuni-Rektorin Brigitte Hütter, Fina Esslinger, Landeshauptmann Thomas Stelzer, Kulturdirektorin Margot Nazzal und Dietmar Groiss (v. l.) bei der Programmpräsentation an der Kunstuni Linz. (Foto: PETRA MOSER)

Das Festival der Regionen 2027 – konkret von 11. bis 20. Juni 2027 - wird nicht nur eine Region bespielen – sondern einen Fluss. Unter dem Titel „Eintauchen / Diving Deeper“ widmet sich die 18. Ausgabe des Festivals nächstes Jahr der Donau und dem Wasser als kulturellem, ökologischem und politischem Raum.

Die Veranstaltungsregion folgt dabei dem Fluss stromaufwärts von Linz in Richtung oberes Donautal. Entlang dieser Strecke liegen Häfen, Radwege, Auwälder, Kraftwerke und kleine Orte – eine Landschaft voller Kontraste, die zum Ausgangspunkt für künstlerische Projekte werden soll.

Auch lesen: Festival der Regionen 2027 führt stromaufwärts ab Linz

Landeshauptmann Thomas Stelzer betont die Bedeutung des Festivals:„Es zeigt seit vielen Jahren, wie Kunst und Kultur neue Perspektiven auf unsere Lebensräume eröffnen können. Dass 2027 die Donau – einer der prägendsten Räume Oberösterreichs – in den Mittelpunkt rückt, macht deutlich, wie eng Kultur, Landschaft und regionale Identität miteinander verbunden sind. Ich lade alle ein, sich auf dieses besondere Festival einzulassen und gemeinsam neue Blickwinkel auf die Donauregion zu entdecken.“

Margot Nazzal, Kulturdirektorin des Landes OÖ, verweist darauf, dass 2027 auch die zweite OÖ KulturEXPO, die sich mit dem Thema UNESCO-Welterbe ebenfalls der Donau widmen wird, stattfindet – „beste Voraussetzung für eine erneute Zusammenarbeit.“

Aschach wird zum Festivalzentrum

Im Zentrum des Festivals steht Aschach an der Donau. Der Ort ist eng mit dem Fluss verbunden – historisch ebenso wie im Alltag. Industrialisierung, Brückenbau und das Kraftwerk haben das Leben hier nachhaltig geprägt. Heute begegnen sich auf der Uferpromenade Radreisende, Ausflüglerinnen und Passagiere von Donaukreuzfahrtschiffen – während der Fluss selbst weiterhin das Bild der Gemeinde bestimmt.

„Als Bürgermeister von Aschach freut es mich sehr, dass unsere Gemeinde als Festivalzentrum für das Festival der Regionen 2027 ausgewählt wurde“, so Bürgermeister Dietmar Groiss. „Die Donau ist in den Köpfen vieler Menschen immer noch eine Grenze: Gemeindegrenze, Grenze zwischen politischen Bezirken, historisch die Grenze zwischen russischer und amerikanischer Besatzungszone. Die Idee des Festivals, den Fluss als verbindenden Raum zwischen Regionen, Perspektiven und Lebensformen wahrzunehmen, ist daher ein besonders starkes Bild. Solche verbindenden Vorstellungen brauchen wir heute vielleicht dringender denn je.

Erstmals ein Gewässer im Mittelpunkt

Von Aschach aus erkundet das Festival den Flusslauf – bis nach Linz und weiter in die Donauregion hinein. Erstmals stellt das Festival der Regionen ein Gewässer selbst ins Zentrum. Die Donau wird dabei nicht nur Kulisse, sondern aktiver Teil der künstlerischen Auseinandersetzung. 

Für die Festivalausgabe 2027 wird das Programmboard neu besetzt: Simone Barlian, Fina Esslinger, Elke Krasny und Adriana Torres Topaga zeichnen für die die kuratorische Begleitung der Projekte verantwortlich.

Open Call für Künstler und Initiativen

Bereits gestartet ist die internationale Ausschreibung für Projekte. Kunstschaffende, Kulturinitiativen sowie Menschen mit sozialem, ökologischem oder politischem Engagement können ihre Ideen bis 30. April 2026 einreichen.

Eingereicht werden können Projekte aller Kunstsparten – von Installationen und Performances bis zu partizipativen Formaten mit der Bevölkerung. Ziel ist es, gemeinsam neue Perspektiven auf die Donauregion zu entwickeln.

Einreichformular und Details zur Ausschreibung: www.fdr.at

Alle zwei Jahre eine andere Region

Das Festival der Regionen taucht alle zwei Jahre in eine andere Region in Oberosterreich ein. Janina Wegscheider (Festival-Vorstand): „Das Festival der Regionen hat schon alle möglichen Ecken von Oberosterreich bespielt und sich immer wieder neuen Thematiken geöffnet, ob nun ein abgelegenes Dorf, eine Wegstrecke oder verteilt in der Landschaft, es wurden immer einzigartige Erlebnisse. Diesmal spielt sich das Festival auf, an, um und in der Donau ab, was uns einen komplett neuen Zugang eröffnet. Wir wollen den Fluss nicht einfach benutzen, sondern eintauchen in ein breites Spektrum von möglichen Sichtweisen.“


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