Achtung Wildwechsel: über 15.500 Wildunfälle auf Oberösterreichs Straßen

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Nora  Heindl Nora Heindl, Tips Redaktion, 21.10.2020 11:52 Uhr

OÖ. In Oberösterreich ereigneten sich im Jagdjahr 2019/2020 über 15.550 Wildunfälle. Besonders jetzt in der kälter werden Jahreszeit gilt besondere Vorsicht im Straßenverkehr. Eine Maßnahme zur Steigerung der Verkehrssicherheit bilden optische und akustische Wildwarngeräte. 

Die Tage werden kürzer, dafür steigt die Gefahr des Zusammentreffens mit Wildtieren stark an. Zudem verschiebt sich die Hauptverkehrszeit in die Dämmerung oder Dunkelheit, wo viele Tiere besonders aktiv und die Sichtverhältnisse schwer einzuschätzen sind. Besondere Aufmerksamkeit ist auf Straßen entlang von Waldrändern geboten. Landesrat für Infrastruktur Günther Steinkellner bittet Autofahrer um Rücksicht, um Kollisionen zu vermeiden: „Wild quert selten einzeln die Straße, dem ersten Tier folgen meist weitere. Die Kräfte, die bei einer Kollision mit Wild auf das Fahrzeug einwirken, sind gewaltig. So beträgt das Aufprallgewicht eines Wildschweins mit 80 kg Körpergewicht auf ein 50 km/h schnelles Auto 2.000 kg, also 2 Tonnen“.

Die Statistik Austria veröffentlicht jährlich eine Jagdstatistik. Auch das Fallwild durch den Straßenverkehr wird darin aufgelistet. Über 15.550 Wildunfälle ereigneten sich demnach im Jagdjahr 2019/2020 auf Oberösterreichs Straßen. Die mit Abstand meisten Unfälle passierten im Bezirk Grieskirchen mit 2.936, gefolgt von den Bezirken Braunau (1.779), Schärding (1.461), Ried (1.297) und Wels-Land (1.268).

Wildwarngeräte an den gefährlichsten Straßenabschnitten

Eine zielgerichtete und innovative Maßnahme zur Steigerung der Verkehrssicherheit bilden optische und akustische Wildwarngeräte. Das Land Oberösterreich hat deshalb in Abstimmung mit dem OÖ. Landesjagdverband und durch Unterstützung von Versicherungsunternehmen das langjährige Projekt Wildschutz gestartet. Seither werden Oberösterreichs gefährlichste Straßenabschnitte langfristig und Stück für Stück mit Wildwarngeräten ausgestattet. Das schützt sowohl die Sicherheit im Verkehr als auch die Sicherheit der Wildtiere. Mittlerweile ist rund jeder zehnte Kilometer des Landesstraßennetzes, also über 600 Straßenkilometer, durch solche Wildwarngeräte gesichert. Unter http://www.doris.at/url/wildwarner erhält man eine grafische Übersicht der Streckenabschnitte, an denen Wildwarner angebracht sind.

„Durch den Einsatz von Wildwarnern können Wildunfälle durchschnittlich um rund 70 Prozent reduziert werden. Von 2011 bis 2019 wurden dadurch etwa 16.000 Wildunfälle verhindert. Dank bester Zusammenarbeit der jeweils lokalen Jägerschaft, welche die Strecken kontrolliert, den Straßenmeistereien und den Versicherungen als Finanzierungspartner konnte dieses gute Ergebnis erzielt werden“, unterstreichen Landesrat Günther Steinkellner, der Geschäftsführer des Landesjagdverbandes Christopher Böck und Landesjägermeister Herbert Sieghartsleitner abschließend.

Die detaillierte Aufteilung nach Bezirken:

  • Linz Stadt: 170
  • Steyr Stadt: 80
  • Wels Stadt: 43
  • Braunau: 1.779
  • Eferding: 552
  • Freistadt: 664
  • Gmunden: 617
  • Grieskirchen: 2.936
  • Kirchdorf an der Krems: 565
  • Linz Land: 977
  • Perg: 595
  • Ried im Innkreis: 1.297
  • Rohrbach: 655
  • Schärding: 1.461
  • Steyr Land: 700
  • Urfahr Umgebung: 612
  • Vöcklabruck: 614
  • Wels Land: 1.268
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