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LINZ/OÖ. Aufgrund der Verlängerung der Corona-Maßnahmen wurden die Semesterferien in Oberösterreich heuer um eine Woche - von 8. bis 14. Februar - vorverlegt. Das bringt nicht nur Urlaubspläne einiger berufstätiger Eltern durcheinander, sondern kann auch die Situation für Schüler erschweren. Der 13-Jährige Alexander aus St. Florian hat einen Brief an den Bundespräsidenten geschickt.

Der 13-jährige Alexander schrieb dem Bundespräsidenten Alexander Van der Bellen einen Brief. Auf dem Foto zeigt er die Antworten, die er bekommen hat. (Foto: privat)

Für Alexander war es wichtig, seinen Frust weiter zu transportieren und von jemandem gehört zu werden. „Erwachsene gehen demonstrieren, wenn ihnen etwas nicht passt. Wir Kinder tun uns da etwas schwerer, vor allem in diesem Alter. Kinder haben aber auch eine Meinung, die gehört werden sollte“, sagt Alexander. Der 13-Jährige geht in das Bundesrealgymnasium solarCity in Linz und ist im Talente OÖ Projekt für Hochbegabte. Um aufzuzeigen, was für ihn nicht in Ordnung ist, hat er einen Brief an den österreichischen Bundespräsidenten Alexander Van der Bellen geschrieben. Seine Zeilen gingen auch an die Tips.

Brief von Alexander

Liebe Leser!

Ich heiße Alexander, bin 13 Jahre alt und gehe in das BRG Solar City in Linz. Ich bin einer von sehr wenigen in meiner Schule, die zur Betreuung in die Schule gehen müssen, da meine Mutter als Krankenschwester arbeitet und auch mein Vater nach wie vor voll im Arbeitsleben steht. Meine Mutter weiß gar nicht, wo ihr der Kopf steht, muss nebenbei dann aber noch den Haushalt schmeißen und schauen, dass mein Vater und ich am Abend ein Essen am Tisch stehen haben. Streitereien damit vorprogrammiert!

Bis Sonntag hat uns alle noch die Aussicht auf baldige Ferien und ein paar, lange eingeplante, freie Tage meiner Eltern über Wasser gehalten, um etwas zur Ruhe zu kommen. Dann die Hiobsbotschaft. Ferien werden einfach vorverlegt von unserer Regierung. Was soll das? Meine Eltern können ihren Urlaub nicht einfach von einer Minute auf die andere verschieben, so wie es ihnen gefällt.

Stress und Konflikte rund um das Semesterzeugnis

Jetzt heißt´s auf einmal Stress für Lehrer, Eltern und Schüler, als wäre die Situation nicht so schon beklemmend genug. Notenfindung steht am Plan. Noch schnell alles Mögliche tun, damit das Semesterzeugnis für die Eltern passt und nicht noch mehr Konflikte entstehen. Und wofür all der Stress? Keiner weiß, wie es weitergeht mit uns Schülern. Uns fragt ja niemand. Woche um Woche sinkt unser Bildungsstandard.

„Fressen und gefressen werden, nur die Harten überleben“, sagt meine Mutter immer. Das wird sich jetzt wohl bewahrheiten in der nächsten Zeit. Bisher habe ich ja noch irgendwo Verständnis für Distance learning, Mund – Nasenschutz, Oma nicht besuchen, Freunde nicht treffen, eine zwischenzeitliche Covid-19 Infektion und noch manch andere echt nervenaufreibende Situationen und Vorschriften aufgebracht, aber jetzt reicht´s. Ferien einfach nach vorne verschieben, ohne Fragen einfach zu entscheiden und damit meine ganze Familie in die Verzweiflung zu treiben ist echt der Wahnsinn.

Ich würde mir wirklich wünschen, wenn in Zukunft mit uns auch jemand reden würde.

Danke,

Alexander

Antwort folgte

Kurz nach seinem Brief erhielt Alexander auch Antworten von der Präsidentschaftskanzlei und dem Bürgerservice des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung. Darin wurde unter anderem Verständnis für seine Situation ausgedrückt und Alexander wurde zum Tag der offenen Tür am 26. Oktober in die Hofburg eingeladen. Der 13-Jährige habe ehrlich gesagt nicht wirklich mit einer Antwort gerechnet, aber sich darüber gefreut, erzählt Alexanders Mutter. An der Situation selbst ändert das für ihn aber nur wenig. „Die glauben wirklich, nur weil wir Kinder sind, können die machen, was sie wollen“, meint der Schüler mit Blick auf die Regierung.


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Kein Kind
Kein Kind
30.01.2021 20:58

Erwachsene

Wenn ich die Kommentare lese, kommen mir Zweifel, wer sich da auskennt und wer unserer Regierung in den Ar... kriecht. Kinder an die Macht........

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Martina
Martina
30.01.2021 14:21

Brief an VdB

Ich bin sowieso mehr für direkte Demokratie und für mehr Mitsprachrecht seitens der Bevölkerung, wie in der Schweiz

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Christine
Christine
30.01.2021 09:34

Ferien

Die Politik wertet nach wie vor die Frauen ab und die Frauen tun es selbst am meisten, indem " nur Hausfrauen " als ewig gestrige abgewertet werden. Ein Kind gross zu ziehen ist eine respektable Aufgabe und da hätten wir viele Probleme nicht. Kindergärterterin, Lehrerin, Psychotherapeutin, Krankenschwester , Tagesmutter alles ehrenwerte Berufe. Mutter sein Kinder selbst erziehen und den Haushalt zu führen - nichts wert?

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Annie
Annie
31.01.2021 05:02

Kinder sind der größte Wert einer Gesellschaft

Ich würde sogar noch weiter gehen. Mütter werden diskriminiert und ausgebeutet und können dadurch Opfer von struktureller Gewalt der Gesellschaft und finanzieller Gewalt im Privaten werden. Unser Wirtschaftssystem generiert Wachstum durch diesen Umstand. Eine Gesellschaft kann nicht ohne Carearbeit existieren, diese Arbeiten nicht anzuerkennen oder schlecht zu bezahlen verfälscht die Leistungsfähigkeit des Systems zu Ungunsten von Frauen. Auch im Jahre 2021. Alle Bemühungen Gleichbetechtigung der Geschlechter voranzutreiben sind nur ein Tropfen auf den heißen Stein, wenn nicht endlich Carearbeit mit ins BIP einfließt und einen so einen Wert bekommt. Denn es werden immer die Frauen sein die Kinder gebären und nur durch diesen Umstand schon im System Nachteile erfahren.
Der Motherhood Penalty ist weitaus dramatischer zu bewerten als der Gender Pay Gap. Wird leider aber in der Öffentlichkeit selbst von vielen Müttern nicht wahrgenommen bzw als immer noch ihr persönliches Problem wahrgenommen oder sogar als ihr Verschulden gesehen, bzw werden dazu angeleitet weibliche Benachteiligung dadurch auszugleichen bestmöglich im System der Ausbeutung von Carearbeit mitzumachen. Kinder sind die Zukunft und der Sinn jeder Gesellschaft.

Www.wirtschaft-ist-care.org

https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/unsere-projekte/beschaeftigung-im-wandel/projektnachrichten/kurzexpertise-frauen-auf-dem-deutschen-arbeitsmarkt

n
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Wolfgang Aichinger
Wolfgang Aichinger
30.01.2021 09:15

Brief an VDB

Der Vater hat keine Zeit ,die Mutter muß schuften bis zum Umfallen und der arme Bub kennt sich nicht aus ! Traurig

Antworten
Herold Marvin
Herold Marvin
30.01.2021 08:53

Peter Steinmeisl

Sehr geehrter Herr Steinmeier, Sie sind ja der Nächste der unsere Kinder und Jugendlichen unterschätzt! Sogar mein 8 Jähriger Sohn ,würde viel einfallen was er zu fragen hätte ob das ernst oder Scherz von der Regierung ist! Herzliche Grüße

Antworten
Helga Grasser
Helga Grasser
30.01.2021 03:30

13-jährige

Also, ich gehöre nicht zu den Omas, die es bejahen, dass ihre Enkel ihrer Mama nicht im Haushalt helfen brauchen, schon gar nicht in diesen Zeiten !

Antworten
Helga Grasser
Helga Grasser
30.01.2021 03:28

13-jährige

Also, ich gehöre nicht zu den Omas, die es bejahen, dass ihre Enkel ihrer Mama nicht im Haushalt helfen brauchen, schon gar nicht in diesen Zeiten !

Antworten
Peter Steinmeisl
Peter Steinmeisl
30.01.2021 02:44

Das dieser Brief vom 13 Jährigen verfasst wurde ist sehr unwahrscheinlich. Das klingt nach einem 100 % Plagiat einer Mutter oder Vater,die ihren Sohn benutzt um ihren Frust loszuwerden. Wir sind in einer Pandemie und der Virus ist einmal nicht leicht...Vielleicht sollten Kinder auch lernen dass das Leben nicht immer schön ist. Es gibt auch schlechte Zeiten aber danach kommt auch wieder eine bessere Zeit..diese Briefe zipfen mich eher an...soll doch die Mutter gleich selbst schreiben..wäre ehrlicher

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Sternauge75
Sternauge75
29.01.2021 22:02

13jähriger schreibt Brief an Bundespräsidenten

Es gibt 13jährige, die alleine zu Hause sein können und sogar im Haushalt mithelfen, die ihre Zeit nicht damit verschwenden, den Bundespräsidenten zu nerven...

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Abon
Abon
29.01.2021 21:28

2021

Alexander van der Bellen sollte dem kleinen Alexander erklären, dass 2021 die Mutter dem Vater nicht das Essen auf den Tisch stellen muss.

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Maria
Maria
29.01.2021 19:46

Kinder

Endlich ein Kind ,das den Mund aufmacht ! Hochachtung !!! Eine Oma