ZAMG warnt vor Sturmböen ab 18 Uhr
LINZ/OÖ. Die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (= ZAMG) warnt vor Sturmböen in Oberösterreich am Dienstag, 29. Juni, ab 18 Uhr. Kurzfristig sind Böen mit bis zu 100 Stundenkilometern möglich. Dabei können sich unter anderem Dachziegel lösen und Bäume brechen. In Linz werden kostenlos Tiefgaragenplätze für Fahrzeuge zur Verfügung gestellt.

Während am Nachmittag nur einzelne Schauer und Gewitter im Bergland entstanden, ist in den Abendstunden ab 18 Uhr mit hoher Wahrscheinlichkeit mit einer Gewitterlinie von Bayern zu rechnen. Das gab die ZAMG in einer Aussendung bekannt. Die Gewitter samt Sturmböen und Niederschlägen sind von West nach Ost bis 22 Uhr zu erwarten.
Orange Warnung
Ausgesprochen wurde eine orange Warnung. Die Windspitzen liegen meist bei maximal 80 Stundenkilometer, Böen können aber kurzfristig auch 100 Stundenkilometer erreichen. Mögliche Auswirkungen sind gebrochene Bäume, sich lösende Dachziegel und umfallende Baugerüste, große Gegenstände und Objekte. In Zonen mit oranger Warnung, sprich ganz Oberösterreich, sind Beeinträchtigungen der Infrastruktur (Verkehr, Energieversorgung, Telekommunikation) möglich.
Wälder meiden, Aktivitäten im Freien einschränken
Die ZAMG empfiehlt aufgrund der Sturmwarnung, Wälder, Parks und Alleen zu meiden. Aktivitäten im Freien sollten eingeschränkt werden, bewegliche Gegenstände wie Trampoline gesichert. Wer mit einem Fahrzeug unterwegs ist, sollte die Geschwindigkeit reduzieren, Überholmanöver meiden, Abstand halten und sein Fahrzeug nicht in der Nähe eines Baums parken. In Linz werden die Tiefgaragenplätze im Neuen Rathaus, beim Kunstmuseum Lentos sowie in der solarCity bis Mittwoch, 30. Juni, um 8 Uhr kostenlos zur Verfügung gestellt. Eine Einfahrt war bis 18 Uhr möglich. Auf diese Weise sollen schwere Schäden an Fahrzeugen für Autobesitzer ohne eigenen Garagenplatz verringert werden. „Wie bereits in der Corona-Krise in Linz gelebte Praxis, gilt es auch in diesem Fall, gemeinsam rasche und unkomplizierte Lösungen zur Verfügung zu stellen. Wir appellieren dringend auch an die privaten Betreiber von Tiefgaragen und Parkhäusern, ihre Schranken für die Zeit des vorhergesagten Unwetters zu öffnen. Sachschäden sind nicht nur ärgerlich, sondern belasten auch die durch die Corona-Krise bereits stark strapazierten Budgets der Linzer zusätzlich“, führen der Linzer Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) und Sicherheits-Stadtrat Michael Raml (FPÖ) aus.
Damit es zu keinen weiteren bösen Überraschungen kommt, sollte die Bevölkerung laut ZAMG besser mit lokalen Ausfällen der Energieversorgung und mit Verspätungen im Straßen-, Schienen-, und Flugverkehr rechnen. Zu beachten seien Anweisungen der zuständigen Behörden.


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