Energy Globe Oberösterreich an sieben Projekte verliehen

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Die Firma Fronius aus Wels ist Gesamtsieger des Umweltpreises Energy Globe 2021. Ausgezeichnet wurde ihr Projekt, das Solarstrom in Wasserstrom umwandelt. (Foto: Energy Globe Foundation)
Die Firma Fronius aus Wels ist Gesamtsieger des Umweltpreises Energy Globe 2021. Ausgezeichnet wurde ihr Projekt, das Solarstrom in Wasserstrom umwandelt. (Foto: Energy Globe Foundation)
Wurzer Katharina Wurzer Katharina, Tips Redaktion, 30.07.2021 08:40 Uhr

LINZ/LEONDING/TRAUN/WELS/EFERDING/ST.STEFAN-AFIESL/OÖ. Am Mittwoch, 28. Juli, wurde der Umweltpreis Energy Globe Oberösterreich verliehen. Ausgezeichnet wurden sieben Projekte, die sich unter anderem mit recyclingfähigen Verpackungen und Umweltbewusstsein von Kindern und Jugendlichen beschäftigen.

„Die Corona-Pandemie hat uns deutlicher denn je gezeigt, dass wir mit unseren Mitmenschen und unserer Umwelt sorgsamer umgehen müssen. Mit dem Energy Globe zeigt Österreich nachhaltige Lösungen auf. Immer mehr Menschen verstehen, dass wir eine Veränderung erreichen müssen“, sagte Bundespräsident Alexander Van der Bellen bei der Verleihung des Energy Globe Oberösterreich am Mittwochabend, 28. Juli. Wolfgang Neumann rief den Award für Nachhaltigkeit vor mehr als 20 Jahren ins Leben. Seither wurden weltweit mehr als 30.000 Projekte aus 187 Ländern eingereicht. Aus Oberösterreich waren es diesmal 60, von denen sieben für den Preis ausgewählt wurden.

Gesamtsieger Fronius International GmbH

Gesamtsieger und Sieger in der Kategorie Feuer wurde die Fronius International GmbH aus Wels mit dem Projekt „Fronius Solhub“. Dabei handelt es sich um die lokale Produktion, Betankung und Speicherung von grünem Wasserstoff. Mit „Solhub“ kann Solarstrom in Wasserstoff umgewandelt und gespeichert werden. „Österreich ist durch den großen Anteil von Wasserkraft ein Vorzeige-Land. Photovoltaik macht aber neue Formen der Speicherung erforderlich“, hielt der Energie AG Generaldirektor Werner Steinecker in seiner Laudatio fest.

Die Kategorie Erde gewann die Hofer KG aus Wels mit einem Projekt rund um das Vermeiden, Wiederverwenden und Recyclen von Verpackungen. Im Detail werden recyclingfähige Verpackungen selbst entwickelt und überprüft, wo diese unbedingt notwendig sind.

Vom Nahversorgungs- und Begegnungszentrum bis zur Holzbalken-Decke

Zur „Nachhaltigen Gemeinde“ ernannt wurde die Bürgergenossenschaft St. Stefan-Afiesl mit dem Projekt „Stefansplatzerl“. Hier wurde ein altes Gasthaus gekauft und zum nachhaltigen Nahversorger- und Begegnungszentrum umfunktioniert.

Über den Sieg in der Kategorie Wasser darf sich die bellaflora Gartencenter GmbH mit Sitz in Leonding freuen. Sie wurde für eine neue Bewässerung für Pflanzen ausgezeichnet. Konkret wird bei Neubauten eine Ebbe-Flutanlage genutzt, in bestehenden Filialen wurden Anstaustische installiert. Auf diese Weise sank der Wasserverbrauch. „Auf unserer Erde gibt es sehr viel Wasser, aber nur ein Prozent ist als Trinkwasser verfügbar. Drei von zehn Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Der Klimwandel verschärft diese Situation. Daher ist die Optimierung des Wasserverbrauchs auch in Österreich ein wichtiges Thema“, sagte Wirtschafts- und Forschungs-Landesrat Markus Achleitner (ÖVP).

Im Bereich Massiv-Ökologisch konnte die Bauhütte Leitl-Werke GmbH aus Eferding überzeugen. Die Firma entwickelte eine Vitalziegel-Holzbalken-Decke, die trocken aufgebaut wird, keinen Bewehrungsstrahl enthält und bei Bedarf wieder in ihre Einzelteile zerlegt werden kann.

Mobilitätsinitiative und Umweltbewusstsein

In der Kategorie Luft wurde das Amt der Oö Landesregierung mit dem Projekt „Mobil ans Ziel“ ausgezeichnet. Die Kommunikationskampagne möchte alle Oberösterreicher über nachhaltige Mobilität informieren und zum Mitmachen motivieren. „Persönliche Mobilität ist ein Grundbedürfnis der Menschen in unserem Land und basiert auf dem Wunsch, selbst zu entscheiden, wann, wie und wohin wir uns bewegen. Mobilität ist somit eine elementare Form der Freiheit, die es mit dem Schaffen neuer Angebote, mit Kommunikation und Information zu bewahren und auszubauen gilt“, sagte Infrastruktur-Landesrat Günther Steinkellner (FPÖ).

Das Bundesrealgymnasium (BRG) Traun konnte die Kategorie Luft für sich verzeichnen. Prämiert wurde das Projekt „Klimaschutz - Wir beginnen bei uns“, das Umweltbewusstsein und den achtsamen Umgang mit Ressourcen vermitteln will. „Nachhaltigkeit muss der Angelpunkt unseres politischen Handelns sein. Was die Kinder von heute lernen, können die Erwachsenen von morgen umsetzen“, hielt Landeshauptmann-Stellvertreter und Familien-Landesrat Manfred Haimbuchner (FPÖ) fest, der den Preis an dieses Projekt verlieh.

„Kein Engagement zu wenig“

„Die Herausforderung (Klimakrise, Umweltschutz, Anm.) ist riesig und dafür braucht es uns alle. Niemand soll glauben, dass sein oder ihr Engagement zu wenig oder zu klein ist. Deshalb freue ich mich besonders, dass große und kleine Projekte vor den Vorhang geholt werden“, schloss Klima-Landesrat Stefan Kaineder (Grüne). Laut ihm müsse die Wohlstandsgesellschaft in den nächsten 20 Jahren klimaneutral werden, um Kindern und Enkelkindern einen lebenswerten Planeten zu hinterlassen.

Am 1. Oktober ist die Österreich-Verleihung des Energy Globe in Linz geplant.

 

Weitere Informationen zu den Siegerprojekten sowie ein Video zur Preisverleihung finden sich auf der Webseite von Energy Globe OÖ.

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