„Impfen ist Mord“ auf Bus: Lenker ausgeforscht und entlassen

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Karin Seyringer Karin Seyringer, Tips Redaktion, 24.11.2021 09:11 Uhr

OÖ/LINZ. Durch Zeugenhinweise ist jener Regionalbuslenker ausgeforscht worden, der mit der Botschaft „Impfen ist Mord“ auf der Busanzeige unterwegs gewesen sein soll, teilt der OÖ Verkehrsverbund mit. Der Buslenker wurde fristlos entlassen. „Sobald öffentliche Verkehrsmittel des OÖ Verkehrsverbundes instrumentalisiert werden, um private Meinungen und Ansichten zu verbreiten, müssen wir handeln“, so die Begründung.

In der Nacht von Freitag auf Samstag letztes Wochenende tauchte im Internet ein Bild eines Regionalbusses auf, auf dem die Botschaft zur der Corona-Impfung zu sehen war. Im Busterminal Hauptbahnhof Linz war der Linienbus des OÖ Verkehrsverbundes fotografiert worden.

Der OÖ Verkehrsverbund erfuhr erstmals am frühen Samstagvormittag davon. Das Unternehmen und das niederösterreichische Busunternehmen Dr. Richard, das im Auftrag des OÖ Verkehrsverbundes die betroffene Linie betreibt, distanzierten sich beide auf das Schärfste von dieser Botschaft. Es begannen sofort Ermittlungen und Untersuchungen. Auch die Polizei wurde eingeschaltet. Es wurde auch eindeutig festgestellt, dass es sich um keine Fälschung bei dem Bild handelt.

Herbert Kubasta, Geschäftsführer der OÖ Verkehrsverbund Gesellschaft: „Der OÖ Verkehrsverbund distanziert sich vehement von der Aufschrift auf einem OÖVV Regionalbus, die auf einem im Internet verbreiteten Bild zu sehen war. Wir sind der Überzeugung, dass die Einhaltung der Corona-Schutzmaßnahmen und die Corona-Impfung Leben retten und somit widerspricht diese private Meinung zu 100 Prozent dem, wofür wir als Unternehmen stehen!“

Zeugen meldeten sich

Am Montag meldeten sich Zeugen, die den Bus mit der Aufschrift am Freitagabend gesehen hatten. Zudem wurden dem OÖ Verkehrsverbund Bilder übermittelt, auf denen das Kennzeichen zu sehen war. Beim Foto im Internet war dieses nicht erkennbar.

Mit der Information zur Uhrzeit, wann der Bus gesichtet wurde und dem Kennzeichen des Fahrzeugs war es dem Verkehrsunternehmen, das die Linie im Auftrag der OÖ Verkehrsverbund Gesellschaft betreibt, dann möglich, den verantwortlichen Lenker zweifelsfrei zu identifizieren.

Fristlos entlassen

Das Verkehrsunternehmen Dr. Richard sah sich gezwungen, eine fristlose Entlassung auszusprechen.

„Wir sind froh, dass der Sachverhalt nun aufgeklärt werden konnte. Wir akzeptieren und respektieren jede private Meinung und Haltung. Sobald allerdings öffentliche Verkehrsmittel des OÖ Verkehrsverbundes instrumentalisiert werden, um private Meinungen und Ansichten zu verbreiten, müssen wir natürlich handeln und gemeinsam mit dem verantwortlichen Verkehrsunternehmen entsprechende Maßnahmen einleiten. Nichtsdestotrotz bedauern wir es sehr, dass die sehr angespannte Corona-Situation Menschen zu solchen Handlungen veranlasst und im konkreten Fall dazu geführt hat, dass ein Lenker in Zukunft keine OÖVV Busse mehr steuern wird“, so Herbert Kubasta, Geschäftsführer der OÖ Verkehrsverbund Gesellschaft.

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