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OÖ/LINZ. Die kritische Situation in den Spitälern wirkt sich auch auf Kinder aus, die eine Herz-OP brauchen. In der Klinik für Kinderkardiologie am Linzer Kepler Uniklinikum (KUK) habe es zuletzt 20 Verschiebungen gegeben – geplante, keine akut notwendigen Eingriffe.

KUK in Linz - Archivfoto (Foto: Volker Weihbold)
KUK in Linz - Archivfoto (Foto: Volker Weihbold)

Herz-Operationen bei Kindern werden in Österreich am Linzer KUK und im Wiener AKH durchgeführt. Rund 20 Eingriffe mussten aufgrund der angespannten Lage in den Spitälern seit Beginn der vierten Covid-Welle verschoben werden.

„Wir haben uns vor allem auf die ganz dringlichen, akuten Operationen konzentriert und mussten viele andere geplanten Operationen verschieben“, so der Vorstand der Klinik für Kinderkardiologie am KUK, Primar Gerald Tulzer gegenüber dem ORF Report. Ernsthafter Schaden sei bei den verschobenen OPS aber nicht zu befürchten.

Gäbe es normalerweise bei den Eltern Verständnis dafür, wenn die geplante OP eines herzkranken Kindes aufgrund eines noch dringenderen Falls zu einer Verschiebung führe, ändere sich das nun: „Was schwierig ist, ist zu verstehen, dass es jetzt keine anderen dringenden Herzkinder sind, die diese Verschiebung bedingen, sondern eben, unter Anführungszeichen „vermeidbare“ Covid-Patienten auf der Intensivstation“, so der Primar.

Auch Tips hätte gerne persönlich mit Primar Tulzer zur aktuellen Situation gesprochen, mussten vom Kepler Uniklinikum aufgrund der angespannten Lage aber vertröstet werden. Seien Mediziner normalerweise gerne für Interviews bereit, hätten sie aktuell einfach keine Kapazitäten frei „und konzentrieren sich einzig und alleine auf die Versorgung der Patienten.“


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