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Ukrainische Kernkraftwerke: Laut Kaineder keine akute Bedrohung für OÖ

Tips Logo Online Redaktion, 04.03.2022 14:32

OÖ. In der Ukraine gibt es an vier Standorten Kernkraftwerke mit insgesamt 15 Reaktoren. Wie in der vergangenen Nacht bekannt wurde, gab es nach einem Beschuss durch die russische Armee einen Brand in Europas größtem AKW Saporischschja. Der Brand habe einen nicht-kritischen Teil des Kraftwerkes betroffen haben. Landesrat Stefan Kaineder (Grüne) gibt Entwarnung: Aktuell gibt es keine akute Bedrohung für OÖ. Keinesfalls sollten vorsorglich Kaliumjodidtabletten eingenommen werden.

Landesrat Stefan Kaineder (Foto: Volker Weihbold)
Landesrat Stefan Kaineder (Foto: Volker Weihbold)

Aufgrund der großen Entfernung zu den ukrainischen Kernkraftwerken sind bei auslegungsüberschreitenden Störfallen keine Auswirkungen auf Österreich möglich. Erst bei schweren Unfällen wie einem Störfall mit Kernschmelzen im Reaktorkern könnten sehr große Freisetzungen mit einer anschließenden direkten Verfrachtung radioaktiver Luftmassen nach Österreich von Relevanz sein.

„Sofortige Schutzmaßnahmen wie die Einnahme von Kaliumjodidtabletten oder die Notwendigkeit in den Häusern zu verbleiben, sind aufgrund der großen Entfernung der ukrainischen Atomkraftwerke zu Österreich nahezu auszuschließen“, so Kaineder. „Die Einnahme von Kaliumjodidtabletten sollte keinesfalls ohne vorherige Anordnung durch die Gesundheitsbehörden erfolgen. Für Personen über 40 Jahren ist grundsätzlich eine Einnahme nicht vorgesehen, da für diese Personengruppe das Risiko von schweren Nebenwirkungen besteht“, warnt er.


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