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Handbuch soll Gründen von FoodCoops erleichtern

Tips Logo Anna Stadler, 31.03.2022 19:36

OÖ/BEZIRK. Schon Corona hat das Bewusstsein für regionale Lebensmittel verstärkt, durch den Ukraine-Krieg steigt die Bedeutung des Themas noch einmal. Eine Möglichkeit sich mit regionalen Lebensmitteln zu versorgen, sind oft von Bürgern initierte FoodCoops. Um deren Gründung zu erleichtern ist nun das „Handbuch zum Gründen und Betreiben von FoodCoops“ neu herausgegeben worden.

Barbara Aichinger (FoodCoop Tischlein deck dich, Michaelnbach), Barbara Riegler (stv. Obfrau Bio Austria OÖ), Norbert Rainer (Leiter Klimabündnis OÖ) und Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder haben gemeinsam das neue Handbuch präsentiert. (Foto: Land OÖ)
Barbara Aichinger (FoodCoop Tischlein deck dich, Michaelnbach), Barbara Riegler (stv. Obfrau Bio Austria OÖ), Norbert Rainer (Leiter Klimabündnis OÖ) und Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder haben gemeinsam das neue Handbuch präsentiert. (Foto: Land OÖ)

„Die Frage, was wir essen, beschäftigt uns täglich. Essen ist viel mehr als das Grundbedürfnis satt zu werden. Essen ist im besten Fall ein Hochgenuss und ein einzigartiges Geschmackserlebnis. Und was wir essen, entscheidet wesentlich über unsere Gesundheit, aber auch über Umwelt und Klima, Agrarstruktur und Arbeitsplätze. Und die aktuelle Situation mit einem Krieg mitten in Europa führt uns wieder einmal schmerzlich vor Augen, wie wichtig eine sichere und regionale Lebensmittelversorgung ist“, so der Konsumentenschutz zuständige Landesrat Stefan Kaineder. Das Projekt „Appetit auf Gutes“ hat sich zum Ziel gesetzt, regionale Strukturen zur Lebensmittelversorgung zu stärken und unterstützt dabei Projekte wie FoodCoops, solidarische Landwirtschaften und ähnliche Lebensmittelinitiativen.

Handbuch unterstützt beim Gründen

Unter FoodCoops versteht man einen Zusammenschluss privater Haushalte, die gemeinsam Lebensmittel bei umliegenden Bio-Bauernhöfen und Selbstvermarkter bestellen. Die Produzenten liefern auf Basis dieser gesammelten Bestellungen wöchentlich. So wird kein Überschuss produziert. Die Abholung erfolgt gebündelt in zentralen Übergabestellen. Derzeit gibt es rund 35 FoodCoops in Oberösterreich – Tendenz steigend. Diese werden in der Regel ehrenamtlich von engagierten Bürgern betrieben. Für das Gründen von FoodCoops benötigt man jedoch jede Menge Know-How – von rechtlichen Fragen über technische Details bis hin zur praktischen Abwicklung. Aus diesem Grund haben die beiden Projektpartner Klimabündnis OÖ und Bio Austria OÖ das „Handbuch zum Gründen und Betreiben von FoodCoops“ neu herausgegeben.

Erfolgreiches Konzept

Die erste Auflage des Handbuchs erschien bereits 2017. Das Foodcoop Handbuch war eine wichtige Grundlage, um einen guten Überblick über die Vielfältigkeit des Themas zu bekommen, sowie ein treuer Begleiter beim Realisieren von 'Tischlein deck dich'„, sagt Mitgründerin Barbara Aichinger. Dabei freut sich die Michaelnbacher FoodCoop mitlerweile regen Zuspruchs: „Es hat sich dann relativ rasch entwickelt. Zuerst haben wir die Lieferanten kontaktieren müssen, inzwischen kontaktieren uns die Lieferanten. Wir haben schon knapp 700 Produkte.“


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