Meinungsforschung: Corona hat Leben nachhaltig verändert
LINZ. Das Linzer Meinungsforschungsinstitut IMAS untersuchte, welche Auswirkungen die Covid-Krise auf den künftigen Alltag hat. Drei Viertel meinen, dass sich die Pandemie nachhaltig auf das alltägliche Leben ausgewirkt hat. Ein „Zurückspulen“ zur Zeit vor der Krise wird ebenfalls von drei Viertel ausgeschlossen.

Die jetzt erhaltenen Angaben wurden mit einer Erhebung vom Frühsommer 2020 verglichen. Befragt wurden 1.023 Personen ab 16 Jahren direkt, von 9. Februar bis 7. März. Zum Forschungszeitraum ist zu sagen, dass die Interviews zu einem Teil nach dem Beginn des Krieges in der Ukraine stattgefunden haben.
Drei Viertel sehen starke Veränderung
Stabil blieb dabei der Anteil jener, die meinten, das tägliche Leben werde sich sehr stark bzw. einigermaßen verändern – knapp drei Viertel der Österreicher gehen davon aus. Die Art, wie wir leben, einkaufen, uns bewegen usw., sei durch die Pandemie nachhaltig verändert.
Etwa ein Viertel der Österreicher geht laut Umfrage davon aus, dass es zu einer sehr starken Veränderungswirkung durch die Krise kommen wird, weitere 47 Prozent gehen von einer einigermaßen starken Veränderung aus. 3 von 4 halten somit das „Zurückspulen“ zur Zeit vor der Corona-Krise für ausgeschlossen.
Seit Mai / Juni 2020 herrscht diese Grundstimmung laut IMAS vor und zieht sich über alle soziodemografischen Gruppen.
Mehr Bewegung, größere Bedeutung der Familie
Auch die Prioritäten im Leben dürften sich etwas verschoben haben. In den Augen der Österreicher werden nun durch die Pandemie folgende Punkte besonders stark zunehmen: Bewegung im Freien, Bedeutung der Familie und von persönlichen Kontakten und bewussteres Leben. Die Bewegung im Freien und auch die Bedeutung von persönlichen Kontakten zu Freunden haben seit September 2020 um 14 Prozentpunkte zugenommen.
Auch in der Arbeitswelt sind Veränderungen spürbar: Kurzarbeit, Homeoffice und Videokonferenzen.
Neue Begrüßungsrituale
Ändern wird sich laut Befragten auch das Begrüßungsritual: 60 Prozent glauben, dass Küsschen und Umarmung von neuen Willkommensformen abgelöst werden.
Krise als Chance
Knapp jeder Zweite geht davon aus, dass diese Krisensituation eine Chance auf besseres und bewussteres Leben ermöglicht. Vor allem Städter und Menschen mit höherer Bildung gehen davon aus. Ein Drittel verneint dies.


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