Rettungswesen: Neuer Intensivtransporter im Einsatz
BEZIRK VÖCKLABRUCK. Ob schwere Notfälle oder eine Überstellung eines intensivmedizinischen Patienten – der neue Intensivtransporter (ITF) 1318, stationiert in Vöcklabruck, ist bestens für lebensrettende Einsätze gerüstet.

Seit einiger Zeit ist im Bezirk Vöcklabruck ein eher untypisch aussehendes Rettungsfahrzeug unterwegs. Nicht nur dass es deutlich größer ist als ein klassisches Rettungsauto, sondern auch um einiges lauter, wenn es mit eingeschaltetem Blaulicht und Folgetonhorn am Weg zu einem Notfallpatienten ist. Erkennbar ist das neue Rettungsfahrzeug daran, dass es hinten einen Kofferaufbau aufweist und dementsprechend mehr Platz für Crew und Patienen bietet. Die Besatzung, bestehend aus mindestens einem Notfallsanitäter und einem C-Lenker – die eigens dafür geschult wurden, die fordernden Einsätze gut zu bewerkstelligen – können in diesem Fahrzeug auf umfangreiches medizinisches Gerät zurückgreifen.
Umfangreiche Ausstattung
Das Fahrzeug mit der Kennnummer 1318 wird primär im Kerngebiet Vöcklabruck eingesetzt, um Notfallpatienten zu versorgen. Ausgestattet mit einem Multiparametermonitor zur Messung von Blutdruck, Sauerstoffsättigung, zur Erhebung eines EKGs oder einsetzbar als Defibrillator, kann das Rettungsteam schon einiges vor Ort abdecken, ehe der Notarzt eintrifft. Bezirksweit wird der Intensivtransporter dann eingesetzt, wenn ein Patient einen hohen Versorgungsbedarf hat. Hiervon spricht man bei Mehrfachverletzungen, dem sogenannten polytraumatisierten Patienten oder einem internistischen Notfallpatienten zum Beispiel nach einer erfolgreichen Wiederbelebung.
Der Vorteil dieses Rettungsfahrzeuges ist vor allem das große Platzangebot im Patientenraum, welches stehendes arbeiten von mehreren Sanitätern zeitgleich ermöglicht als auch die voll elektrische Patiententrage.
Fahrende Intensivstation
„Um seiner eigentlichen Aufgabe nachzukommen, wird der ITF 1318 für Interhospitaltransporte – also der Überstellung eines Intensivpatienten von einem Krankenhaus in ein anderes – verwendet und kann dabei seine Stärken voll ausspielen“, sagt Notfallsanitäterin Celina Frühwirth.
Verlegungen finden meist deshalb statt, weil die Behandlung in einem Spezialkrankenhaus dem Krankheitsbild entsprechend besser möglich ist. Intensivpatien sind sehr aufwendig in der Versorgung und Betreuung.
„Die Transporte werden deshalb immer von einem Notarzt sowie einem Notfallsanitäter begleitet. Für diese Fahrten wurde das Fahrzeug dementsprechend mit zusätzlichen Geräten ausgestattet: es gibt ein Beatmungsgerät für beatmete Patienten, Perfusoren (Spritzenpumpen) und auch hierfür den Multiparametermonitor zur Überwachung des Zustandes der Patienten“, erklärt die Notfallsanitäterin.
Mit Einführung dieses Fahrzeuges geht das Rote Kreuz Vöcklabruck neue Wege in Richtung hochmodernes Rettungsauto, mit dem es bestens für die Patienten in der präklinischen Notfallversorgung sowie auch für die Betreuung der Intensivpatienten ausgerüstet ist. Im Oberösterreich verfügen auch Linz, Wels, Grieskirchen, Steyr und Ried über ein solches Spezialfahrzeug.


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