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STEINBACH/UNTERACH. In elf Wochen starten 23 Gemeinden aus dem Salzkammergut – darunter auch Steinbach und Unterach – ins Kulturhauptstadt-Jahr 2024.

Tom Neuwirth (re.) kommt mit Varieté-Programm nach Steinbach am Attersee. (Foto: Andre Karsaik)
  1 / 4   Tom Neuwirth (re.) kommt mit Varieté-Programm nach Steinbach am Attersee. (Foto: Andre Karsaik)

Am 20. und 21. Jänner 2024 findet die feierliche Eröffnung des Kulturhauptstadtjahres statt. Man erwartet an diesem Wochenende bis zu 20.000 Menschen in der Banner- und Kaiserstadt Bad Ischl – wo das Auftakt-Spektakel stattfinden wird. Das Programm, das Ende November präsentiert wird, enthält aktuell rund 200 fixierte Projekte. Mehr als 85 Prozent davon werden von lokalen und regionalen Projektträgern, wie Künstler, Vereinen, Institutionen und Betrieben, durchgeführt. Inhaltlich wird das Kulturhauptstadtjahr eine Auseinandersetzung mit der Region, mit ihrer Geschichte, ihrer Gegenwart, ihren Perspektiven und Visionen für die Zukunft.

Vier Programmlinien, um neue Impulse zu setzen

Durch Kunst und Kultur werden Vernetzungen weiterentwickelt und ausgebaut, regional und international. In vier Programmlinien (Macht und Tradition, Kultur im Fluss, Sharing Salzkammergut – die Kunst des Reisens, Globalokal – Building the New) möchte man das Kulturhauptstadt-Jahr nutzen, neue Impulse für die Zukunft zu setzen und die Vielfalt aus historisch verwurzelter und zeitgenössischer Kunst und Kultur vor den Vorhang zu holen.

Gulda, Mahler und Conchita

Am 1. Juni 2024 verwandelt sich das kleine Bergsteigerdorf Steinbach in einen ganz großen Schauplatz. Denn da erklingt in der „Steinbach Halle“ Gustav Mahlers zweite Symphonie „Resurrection“, auch als „Auferstehungssymphonie“ bekannt, und lässt in ihrer überwältigenden Klanglichkeit das existenzielle Ringen des Komponisten nachvollziehen.

„Ein Konzert in dieser Dimension und noch dazu am Original-Komponier-Schauplatz aufgeführt – Kompositionen von international anerkannten Musikgenies wie Mahler und Gulda – das hat es so noch nie gegeben“, freut sich Steinbachs Ortschefin Nicole Eder. Vor dem großen Konzertereignis wird das Gulda-Stüberl, dem Pianisten und Komponisten Friedrich Gulda gewidmet, eröffnet. Gulda verbrachte in Steinbach viel Zeit seines künstlerischen Lebens.

Im Vorfeld wird bereits, am 29. Mai, eine Gustav Mahler-Reise beim „Schwimmenden Künstler-Salon“ in die zweite Symphonie einführen.

Als weiteres Highlight, wird der als „Conchita Wurst“ bekanntgewordene Tom Neuwirth sein Varietéprogramm „Frau Thomas und Herr Martin“, mit seinen Beobachtungen im und rund um das Salzkammergut, präsentieren. „Die Chance, ein Teil der europäischen Kulturhauptstadt 2024 zu sein, ein kräftiges Lebenszeichen im Sinne der gesamten Region aber besonders für unser kleines Bergsteigerdorf, das im Naturpark liegt, zu setzen, ist einfach großartig und wir freuen uns auf viele neue europäisch-verbindende Erlebnisse und Veranstaltungen“, so Eder. Als weiteres Projekt wird der „Weg des Hallholzes“, der im Steinbacher Heimathaus als Modell zu sehen ist, im Rahmen einer App digital aufbereitet und soll so Outdoor-Neugierde der Menschen wecken.

Viel Musik, Seefest-Jubiläum und lebendige Installationen

Mit der Fête de la Musique erobert jedes Jahr am 21. Juni in mehr als 540 Städten weltweit Musik den öffentlichen Raum. 2024 hält diese Aktion auch Einzug in allen Kulturhauptstadt-Gemeinden – deren Ortskerne bespielt werden sollen.

Als Highlight im kommenden Jahr steht im Attersee-Örtchen das 50. Jubiläum des Unteracher Seefestes ganz oben auf der Liste. Gerwin Kante, Künstler der Wiener elektronischen Club- und DJ-Szene, zusammen mit „4youreye projectionArt“ – taktgebende Kraft in der internationalen analogen und digitalen Projektionskunst – zaubern im Rahmen des Seefest-Jubiläums eine Audio- und Visual-Show auf Wasserleinwände im Attersee. Präsentiert werden Stationen der Geschichte Unterachs: prähistorische Pfahlbauzeit, Kastanienwald der Römer, die für die Salzgewinnung essenzielle Holzwirtschaft, Kaplan-Turbine, die Künstler und die moderne Pharmaindustrie. Traditionelle Blasmusikinstrumente interpretieren dazu elektronische Musik neu.

Als weiteres Projekt will man im Lederermayerhaus die Geschichte Unterachs thematisieren.


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