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Weltkrebstag (4. Februar): knapp 8.000 Krebsdiagnosen pro Jahr in Oberösterreich

Tips Logo Nora Heindl, 04.02.2026 07:00

OÖ. Anlässlich des Weltkrebstages am 4. Februar macht die Krebshilfe Oberösterreich darauf aufmerksam, dass immer mehr Menschen – Junge wie Alte – mit einer Krebsdiagnose konfrontiert sind.

 (Foto: sulit.photos/stock.adobe.com)
(Foto: sulit.photos/stock.adobe.com)

In Oberösterreich erhalten jährlich fast 8.000 Menschen eine Krebsdiagnose. Die Mehrheit der Betroffenen ist über 65 Jahre alt, doch gleichzeitig steigt die Zahl der jüngeren Krebspatienten. Für sie bedeutet Krebs oft einen tiefen Einschnitt in Ausbildung, Beruf, Partnerschaft oder Familienplanung. Für ältere Menschen stellen zusätzliche Erkrankungen, eingeschränkte Belastbarkeit und soziale Isolation große Herausforderungen dar.

Der demografische Wandel und die steigende Lebenserwartung führen dazu, dass Krebs immer häufiger im höheren Lebensalter diagnostiziert wird. Bereits heute sind mehr als 60 Prozent aller neu diagnostizierten Krebspatient in Österreich 65 Jahre oder älter. Bis 2040 wird dieser Anteil auf über 75 Prozent steigen. Gleichzeitig verdoppelt sich die absolute Zahl der über 65-Jährigen mit einer Krebsdiagnose innerhalb von fünf Jahren von rund 60.000 auf etwa 130.000 Betroffene. Aus diesem Grund beschäftigt sich der Krebsreport 2025 auch mit diesem Thema.

„Krebs fragt nicht nach Alter oder Lebensphase. Was Betroffene verbindet, sind Angst, Unsicherheit und der Wunsch nach Halt und Klarheit“, betont der Präsident der Krebshilfe Oberösterreich Univ.-Prof. Dr. Steffen Krause.

Kostenlose Unterstützung in belastenden Situationen

Seit Jahrzehnten begleitet die Krebshilfe Oberösterreich Menschen mit Krebs und ihre Angehörigen mit kostenloser psychosozialer Beratung, finanzieller Unterstützung in akuten Notlagen sowie Information und Orientierung in einer belastenden Lebenssituation. Diese Hilfe steht allen offen – unabhängig von Einkommen oder Herkunft. Niemand muss den schweren Weg allein gehen.

Um dieses Angebot auch künftig aufrechterhalten zu können, ist die Krebshilfe Oberösterreich auf Spenden angewiesen. „Nur dank der Unterstützung der Bevölkerung und durch Firmenspenden können wir krebskranken Menschen und ihren Familien rasch, unbürokratisch und kostenlos helfen. Jährlich schaffen wir ca. 4000 Beratungen“, so die Geschäftsführerin der Krebshilfe Maria Sauer.

Gesunder Lebensstil kann vor Krebs schützen

Neben Unterstützung im Krankheitsfall bleibt die Vorsorge ein zentraler Schlüssel im Kampf gegen Krebs. Ein gesunder Lebensstil und die Inanspruchnahme von Früherkennungsuntersuchungen können wesentlich dazu beitragen, Krebs früh zu erkennen oder sogar zu verhindern.

Experten gehen davon aus, dass bis zu vier von zehn Krebserkrankungen durch Prävention vermeidbar wären – etwa durch Nichtrauchen, Bewegung, gesunde Ernährung, Sonnenschutz und Impfungen. Regelmäßige Früherkennungsuntersuchungen erhöhen zudem die Chance auf eine frühe Diagnose und damit auf bessere Heilungschancen.


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