Arbeiterkammer OÖ beriet im Vorjahr 12.000 Menschen zu Wohnungen

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Wurzer Katharina, Leserartikel, 29.03.2021 18:49 Uhr

LINZ/OÖ. Ungefähr 12.000 Personen wandten sich im Vorjahr mit Fragen zu ihrer Miet- oder Eigentumswohnung an die Wohnrechtsberatung der Arbeiterkammer (AK) Oberösterreich (OÖ). Online waren vor allem Informationen zu Betriebskosten, Ausmalen, zum Beenden von Mietverträgen und möglichen Mietminderungen gefragt.

Die Arbeiterkammer OÖ bietet unterschiedliche Leistungen rund um Wohnen wie eine individuelle Wohnrechtsberatung und ein Startpaket Wohnen an. Darüber hinaus finden Mieter, Immobilienkäufer und Hausbauer beim AK Konsumentenschutz Tipps, Informationen zu rechtlichen Fragen sowie Preisvergleiche. Stark nachgefragt war laut AK im Vorjahr die individuelle Wohnrechtsberatung. Knapp 12.000 Personen hätten sich mit Fragen zu ihrer Miet- oder Eigentumswohnung an die AK OÖ gewandt. Die meisten Beratungen seien telefonisch durchgeführt worden. Mehr Zugriffe (138.500) verzeichnete das Onlineangebot rund um Wohnen. Hier informierten sich Menschen vor allem über Mietrecht, Betriebskosten, Ausmalen, das Beenden von Mietverträgen und mögliche Mietminderungen. Beim Bauen waren Informationen zum Bauvertrag, zur Bauausführung und zur Finanzierung gefragt.

Startpaket Wohnen: maximal 10.000 Darlehen pro Mitglied

Über das Starpaket Wohnen informierten sich 2020 etwa 6.800 Personen. Dabei handelt es sich um einen kostenlosen und unbürokratischen Wohnkredit, den AK-Mitglieder bis 35 Jahre einmalig bei der Finanzierung der ersten Wohnung beantragen können. Das Darlehen in Höhe von maximal 10.000 Euro pro Mitglied kann etwa für die Kaution, den Baukostenzuschuss, aber auch für die Anzahlung von Mietkaufwohnungen oder für die Sanierung von bestehendem Wohnraum, etwa im Haus der Eltern, genutzt werden. Der Kredit ist in 60 monatlichen Raten zurückzuzahlen. Zinsen und Spesen übernimmt die AK OÖ, sofern der Kredit regelmäßig zurückgezahlt wird.

Im Vorjahr wurde der gewünschte Darlehensbetrag in Höhe von durchschnittlich 3.300 Euro 74 Mal von der Bank ausbezahlt. Das Startpaket Wohnen wurde hauptsächlich (69 Prozent) zur Finanzierung von Mietwohnungen genutzt, gefolgt von Sanierungen (24 Prozent), insbesondere im Haus der Eltern oder Großeltern. „Mit Unterstützung der AK Oberösterreich erfahren die Darlehensnehmer und Darlehensnehmerinnen, wie sorgfältig man mit Einkommen umgehen muss, damit sich neben laufenden Ausgaben auch noch die Rückzahlung eines Kredits ausgeht. Durch die Sicherheit der AK Oberösterreich sind keine Grundbucheintragung und keinerlei Zusatzprodukte, wie zum Beispiel Lebensversicherungen, notwendig, was zusätzlich Geld spart“, führt AK OÖ Präsident Johann Kalliauer aus. Zudem sei es eine Möglichkeit, um Bürgschaften von Freunden oder Familienmitgliedern zu vermeiden. Insgesamt erhielten diesen Kredit in den letzten drei Jahren ungefähr 400 junge AK-Mitglieder.

Mehr Unterstützung für Mieter nötig

Um Mieter darüber hinaus zu unterstützen, brauche es laut AK OÖ auch eine Gesetzesreform, die mehr leistbaren Wohnraum für Wohnungssuchende und mehr geförderten Bau von Mietwohnungen gewährleiste. Außerdem seien ein Corona-Härtefonds für Mieter, klare Mietzinsobergrenzen für möglichst alle Wohnungen und weniger Befristungsmöglichkeiten bei Mietverträgen nötig. Die AK OÖ fordert auch die Abschaffung der Maklerprovisionen für Mieter, Höchstgrenzen bei Mietkautionen, eine geringere Betriebskostenbelastung und wirksame Sanktionen bei gesetzwidrigem Mietzins. Begründet wird das unter anderem mit Einkommensausfällen durch Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit, aber auch mit fehlenden Vorteilen durch Makler für Mieter, Knappheit an leistbaren Wohnungen und zum Teil überhöhten Betriebskosten.

 

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