E-Bike: Vor dem Kauf sollte getestet werden

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Mehr als ein Drittel aller Fahrräder, die in Österreich verkauft werden, sind E-Bikes. Der Arboö gibt Tipps, worauf beim Kauf geachtet werden soll. (Foto: Arbö)
Wurzer Katharina Wurzer Katharina, Tips Redaktion, 01.05.2021 11:00 Uhr

OÖ. Elektrofahrräder werden immer beliebter. Mehr als ein Drittel aller verkauften Fahrräder in Österreich sind bereits E-Bikes. Worauf beim Kauf geachtet werden sollte, erklärt der Arboö.

E-Bikes würden laut Arboö verschiedene Vorteile im Vergleich zu herkömmlichen Fahrrädern bieten. So könnten durch die elektrische Tretunterstützung weitere Distanzen und stärkere Steigungen bewältigt werden. Das komme vor allem Menschen zugute, die ansonsten nicht oder nicht mehr Rad fahren würden. Hinzu kommt, dass kurze und mittlere Wege relativ schnell, ökologisch und mit wenig Anstrengung zurückgelegt werden könnten, wodurch das Elektrofahrrad eine Alternative zum Auto darstelle. Da sich beim Arboö die Fragen zu wichtigen Kriterien beim Kauf von E-Fahrrädern häufen, hat er Antworten auf die gängigsten Fragen zusammengefasst.

E-Bikes sind gesetzlich klar definiert

Grundsätzlich gelten alle Fahrräder als Elektrofahrrad oder Pedelec, die mit einem Elektromotor ausgestattet sind, der maximal 600 Watt leistet und bis zu einem Tempo von 25 Stundenkilometer elektrische Unterstützung bietet. Der Unterschied zwischen E-Bike und Pedelec ist, dass das E-Bike auch ohne Tretbewegung beschleunigt, während es beim Pedelec nur dann Unterstützung vom Elektromotor gibt, wenn man in die Pedale tritt. Da aber mittlerweile mehr als neun von zehn verkauften elektrischen Fahrrädern Pedelecs sind, hat sich der Begriff E-Bike als Synonym entwickelt. Darüber hinaus gibt es noch S-Pedelecs - E-Fahrräder, die über mehr Leistung verfügen oder deren Unterstützung 25 Stundenkilometer überschreitet. Für diese Fahrzeuge gelten aber Vorschriften wie für Mopeds. So werden sowohl Versicherungsschutz als auch Kennzeichen benötigt. Gefahren werden darf nur mit Helm und dort, wo auch die Fahrt mit dem Moped erlaubt ist.

Da das Angebot vielfältig ist, sollten sich Interessierte vor dem Kauf über die eigenen Anforderungen und ihre Preisgrenze Gedanken machen. Gelegenheitsfahrende, die nur kurze Wegstrecken zurücklegen, seien laut Arboö mit einem E-Bike um rund 2.200 Euro gut bedient. Wer öfters und länger fährt, sollte sich für ein Modell ab 2.700 Euro entscheiden. Bezüglich Preisvergleich können mehrere Händler aufgesucht werden. Nach Absprache sollten vor dem Kauf auch verschiedene E-Fahrräder getestet werden.

Motor und Akku berücksichtigen

Darüber hinaus rät der Arboö die Art des Motors und Akkus zu berücksichtigen. Motoren auf E-Bikes werden auf der vorderen Gabel, in der Mitte beim Tretlager oder hinten an der Narbe verbaut. Der Vorteil von Heckmotoren liege in der direkten Kraftübertragung auf das Hinterrad. Frontmotoren würden den Schwerpunkt hingegen oft suboptimal verlagern und seien daher nicht empfehlenswert. Die beste Wahl seien im Regelfall Elektrofahrräder mit Mittelmotor, da sie das Fahrverhalten kaum beeinflussen und zuverlässig sind.

In puncto Akku gibt es mittlerweile viele Modelle, bei denen dieser am Rahmen montiert oder im Rahmen integriert wird. Integrierte Akkus haben den Vorteil, dass sie optisch nicht auffallen und vor äußeren Witterungsbedingungen geschützt sind. Unabhängig davon sollte laut Arboö auf Lithium-Ionen-Akkus gesetzt werden, weil diese verlässlich arbeiten würden und eine hohe Leistungsdichte hätten.

Gebrauchtkauf

Die Leistung des Akkus müsse vor allem bei gebrauchten E-Bikes getestet werden. „Beim Kauf eines gebrauchten E-Fahrrads gilt das eingangs erwähnte Kredo 'Kein Kauf ohne Test' umso mehr. Besonders die Leistungsfähigkeit des Akkus muss getestet werden, denn Akkus weisen mit steigendem Alter Leistungsverluste auf und die Anschaffung eines Ersatz-Akkus ist kostspielig. Im Zweifelsfall lieber Finger weg von gebrauchten E-Bikes – Wenn der Akku beim Gebrauchten defekt oder mangelhaft ist, gleicht das schnell einem Totalschaden“, warnt Arboö Landesgeschäftsführer Thomas Harruk. Da die Nachfrage nach E-Bikes ungebrochen hoch ist und es logistische Engpässe bei Teile-Zuliefernden aus Asien gibt, empfiehlt er abschließend, nicht lange zu zögern, sobald das richtige Modell gefunden wurde. Weder bei den Lieferzeiten noch bei den Preisen sei demnächst eine Besserung in Aussicht.

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