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OÖ. Das Land OÖ und sein Energiesparverband sind in Kooperation mit Tips und den OÖ Nachrichten auf der Suche nach Solar-Projekten und Lösungen, die Oberösterreich zur Energie-Vorzeigeregion machen. Bis 31. August können Ideen und Projekte für den „Solar.Champion“ eingereicht werden. 

Die neue Kampagne „Solar.Sonnenklar!“ soll Lust auf Sonnenstrom vom eigenen Dach machen, so Wirtschafts- und Energie-Landesrat Markus Achleitner. (Foto: Max Mayrhofer)

Gesucht sind Privatpersonen, Unternehmen, Gemeinden, Schulen, Vereine, Institutionen, Forschungs- und Bildungseinrichtungen, welche in Oberösterreich ein Solarprojekt umgesetzt haben, sich an Projekten kreativ betätigt oder konkrete Ideen für neue Lösungen mit Solar-Energie haben. „Wir haben uns ein klares Ziel gesetzt: Bis 2030 sollen 200.000 Photovoltaik-Anlagen auf Oberösterreichs Dächern installiert werden. Neben attraktiven Förderangeboten soll unsere neue Kampagne ‚Solar.Sonnenklar!‘ Lust auf Sonnenstrom vom eigenen Dach machen. Als zusätzlichen Anreiz wollen wir mit einem Wettbewerb die ‚Solar.Champions‘ im Land auszeichnen“, erklärt Wirtschafts- und Energie-Landesrat Markus Achleitner. Preise werden in den Kategorien „Stolz auf Solar“, „Kreativ mit Solar“ und „Solar-Innovationen“ vergeben. Die Gewinner werden am 21. September in Linz prämiert. Auf die drei Siegerprojekte warten je 2.000 Euro. Alle Informationen zu den Einreichkriterien sowie das Einreichblatt sind auf www.solarsonnenklar.at zu finden.

Das Einreichblatt bzw. die Projektbeschreibung bitte per E-Mail an office@esv.or.at oder per Post an den OÖ Energiesparverband, Landstraße 45, 4020 Linz, schicken.

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Fritz Baumgartner
Fritz Baumgartner
30.07.2021 14:39

Steinzeitliche Blockade - Photovoltaikförderungsanträge in Ö

Eine Goldmedaille in Tokio oder die Anmeldung an der Havard University ist von jedem Bürger leichter zu erreichen, als eine staatliche Förderung für eine Voltaikanlage in Österreich. Nur wer in die Digitalwelt mit PC, Internet und Smartphone bereits ziemlich tief eingetaucht ist, hat überhaupt die technische Chance zu einem so genannten Ticket zu kommen, um daraufhin die Möglichkeit zur Eingabe der Daten für den echten Förderungsantrag zu bekommen; dies frühestens 18 Stunden nach Zuteilung eines Tickets für einen Zeitraum von 240 Stunden. Damit man solch ein Ticket bekommt, braucht man als Vorbedingung jedenfalls vom eigenen Stromanbieter einen so genannten Einspeisezählpunkt. Dieser besteht aus einer 33-stelligen Buchstaben u. Zahlenkolonne (33!)! Die Stromanbieter haben hunderte Anträge auf Zuteilung eines derartigen Einspeisezählpunktes liegen, also bereits hier ist wochenlang zuzuwarten. Offensichtlich werden diese Anträge vom Stromanbieter in einer verstaubten Aktenwelt abgearbeitet. Das Kontingent auf Zuteilung einer Förderung eines Voltaik-Stromspeichers war binnen weniger Minuten erschöpft. Startschuss war am 16.02.2021 um 17 Uhr. Anträge für Photovoltaikanlagen, die bis 17:04:00 eingereicht wurden, sowie Anträge für Stromspeicher, die bis 17:17:18 eingereicht wurden, haben Platz im Kontingent gefunden. Wir Bürger haben jetzt viel Zeit uns von den PolitikerInnen die Klima- und Energiewende in Permanenz vorschwärmen zu lassen. Wir haben viel Wartezeit, uns zumindest mental auf die konfuse Energietransformation vorzubereiten. Zur bunten Abwechslung trat am 28. Juli 2021 der erste Teil des Erneuerbaren-Ausbau-Gesetzes (EAG) in Kraft, welches dem Ökostromgesetz 2012 als Förderprogramm für den Ausbau der Erneuerbaren Energien folgt. Es kommen noch viele Hürden auf uns zu, sollte ein Förderungsantrag in ferner Zukunft mit einer Kontingentzuteilung positiv beschieden werden: Dann dürfen wir den Bestellnachweis mit den übrigen vertragsrelevanten Daten bei der Förderungsstelle OeMAG uploaden. Wer seine Photovoltaikanlage vorher installieren lässt, fliegt aus dem Förderungsmarathon raus! Erst nach Echtzusage der Förderung dürfen wir bei unserem Stromanbieter um weitere Schritte betteln: Wir brauchen dann einen Netzanschlussvertrag, eine Fertigstellungsmeldung, einen billigsttariflichen Stromlieferungsvertrag, die Montage einer Messeinrichtung und zu guter Letzt einen Netzzugangsvertrag. Bis dahin freuen sich die Aktionäre unseres Stromanbieters, dass wir ihm noch für viele Monate oder gar Jahre seinen teuren Strom aus undefinierbaren Quellen abkaufen müssen. Soweit zur steinzeitlichen Klimawende in Österreich.