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OÖ. In den kommenden Tagen ist in Teilen Oberösterreichs mit erhöhter Windstärke zu rechnen. Der ARBÖ erklärt, worauf Autofahrer bei starkem Wind achten müssen.

Um Schäden am geparkten Auto zu vermeiden, sollten Parkplätze in der Nähe von älteren Gebäuden, morschen Bäumen oder Baustellen vermieden werden. Foto: 4.murat/shutterstock.com

Autofahrer sollten sich im Falle von einem angekündigten Sturm bereits vor Fahrtantritt darauf einstellen. So ist es bereits ab einer Windgeschwindigkeit von 30km/h empfehlenswert, baumreiche Strecken – und somit die Gefahr von herabfallenden Ästen – zu vermeiden.

Weiters können heftige Sturmböen Fahrzeuge aus der Bahn bringen - im schlimmsten Fall sogar auf die Gegenfahrbahn versetzen. Kleintransporter mit größerer Angriffsfläche können im Extremfall umgeworfen werfen. Besonders gefährlich können Sturmböen auf Brücken, bei Tunnelausfahrten, Waldschneisen und nach Häuserschluchten oder Lärmschutzwänden werden. In diesen Situationen kann die plötzlich eintretende Sogwirkung zu einer Verstärkung der Sturmböen führen. Vorsicht ist auch beim Überholen von Lkw und Bussen geboten: der Windschatten, der sich durch die große Fläche dieser Fahrzeuge ergibt, kann zu einer unerwarteten und relativ starken Richtungsänderung des eigenen Fahrzeuges führen.

Auch im städtischen Bereich sollte man vorausschauend und defensiv fahren. Mit unvorhergesehenen Hindernissen wie aufgewirbelten Papier- oder Kartonteilen, Plastikplanen oder abgebrochenen Ästen ist zu rechnen.

Das gilt bei starkem Wind

Allgemein gilt: Runter vom Gas für eine bessere Bodenhaftung. Das Lenkrad sollte mit beiden Händen festgehalten werden. Wird man von einem Windstoß erfasst, gilt es die Ruhe zu bewahren. Jede hastige Bewegung mit dem Lenkrad macht das Fahrzeug noch instabiler. Um das Auto wieder zurück in die Spur zu bringen, möglichst sanft gegenlenken.

Beim Aussteigen oder Ausladen sollte die Fahrzeugtüre oder Heckklappe vorsichtig geöffnet werden und der Griff fest gehalten werden. Windböen können sonst die Türe aufreißen und dadurch Schaden anrichten.

Um Schäden am geparkten Auto zu vermeiden sollten Parkplätze in der Nähe von älteren Gebäuden, morschen Bäumen oder Baustellen vermieden werden. Auch für die Verrechnung mit der Kaskoversicherung ist dies wichtig: Schäden durch Naturgewalten sind mit einer Kaskoversicherung normalerweise abgedeckt, außer man lässt das Auto zum Beispiel unter einem morschen Baum stehen – dann kann die Versicherung wegen „grober Fahrlässigkeit“ die Auszahlung verweigern. Für Schäden, die durch herabfallende Ziegel, Blumenkistchen beispielsweise verursacht werden, kann die Gebäudehaftpflichtversicherung der betroffenen Liegenschaft zur Wiedergutmachung des Schadens herangezogen werden.


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