Neues Projekt „Gesund aus der Krise“ – Kostenlose psychologische Beratung und Behandlung für junge Menschen

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Nicole Dirnberger Tips Redaktion Nicole Dirnberger, 31.03.2022 12:45 Uhr

OÖ. Für die psychosoziale Versorgung von Kindern und Jugendlichen, die besonders von den Auswirkungen der Corona-Pandemie betroffen sind, werden vom Bundesministerium für Gesundheit österreichweit 12,2 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Das Projekt „Gesund aus der Krise“ soll einen kostenlosen, raschen und niederschwelligen Zugang zu psychologischen Behandlungs­möglichkeiten für Kinder und Jugendliche ermöglichen.

Auch in Oberösterreich nutzt die Kinder- und Jugendhilfe dieses Maßnahmenpaket und bietet Kindern und Jugendlichen die Teilnahme am Projekt an. Die Koordinierung und Abwicklung erfolgt durch den Berufsverband österreichischer Psychologen. Das Angebot umfasst kostenlose Einzelstunden, Einzelberatungen sowie Gruppentherapie. Die teilnehmenden Kinder und Jugendlichen brauchen sich weder selbst um einen Therapieplatz noch um die Kostenerstattung kümmern. Neben der Kinder- und Jugendhilfe können zum Beispiel auch Kinderspitäler, Ärzte, Vereine, Lehrer oder sozialpädagogische Einrichtungen zuweisen, das Projekt ist bis Juni 2023 befristet.

Psychosoziale Auswirkungen der Coronakrise besonders bei junge Menschen enorm

Bereits im Zeitraum November 2021 bis März 2022 hat es ein ähnliches, aus Mitteln des Bundes finanziertes Projekt unter dem Namen „Wir stärken Stärken“ gegeben. Die Sozialarbeiter der Kinder- und Jugendhilfe haben rasch auf das Angebot zugegriffen und konnten mit Unterstützung von 36 Psychologen insgesamt 183 Kindern und Jugendlichen aus Oberösterreich eine klinisch psychologische Behandlung ermöglichen. 

„Wir sehen, dass die negativen psychosozialen Auswirkungen der Coronakrise besonders bei jungen Menschen enorm sind. Ängste, Schlaf- und Essstörungen und depressive Symptome haben alarmierend zugenommen. Dass mit dem neuen Projekt vielen Kindern und Jugendlichen auch weiterhin  geholfen werden kann, ist erfreulich, wird aber insgesamt nicht ausreichen. Die Mittel zur psychischen Versorgung von Kindern und Jugendlichen müssen vom Bund langfristig aufgestockt werden“, so Kinderschutz-Landesrätin Birgit Gerstorfer.

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