Weltkrebstag rückt Prävention und Früherkennung in den Mittelpunkt
OÖ/LINZ. Der 4. Februar ist Weltkrebstag, ein Tag, der vor allem die Möglichkeiten der Prävention und Früherkennung wieder ins Bewusstsein rücken soll. Großer Anker für jene, die durch die dramatische Zeit einer Krebserkrankung gehen müssen, ist die Krebshilfe Oberösterreich.

44.000 Menschen in Österreich erkranken jährlich an Krebs, ungefähr 400.000 leben mit einer Krebserkrankung. Viele dieser Erkrankungen wären sogar vermeidbar.
Der Weltkrebstag hat das Ziel, die Vorbeugung, Erforschung und Behandlung ins Bewusstsein der Menschen zu rücken. Die Früherkennung ist ein lebensrettender Faktor.
Krebshilfe OÖ betreut über 1.000 Menschen jährlich
Die Österreichische Krebshilfe Oberösterreich betreut und unterstützt seit Jahrzehnten Krebskranke und ihre Familien, um sie bestmöglich durch die dramatische Zeit der Krankheit zu begleiten. Diese, rein durch Spenden finanzierte, gemeinnützige Tätigkeit ist für über 1.000 Menschen jährlich enorme Hilfestellung.
Gibt es eine Krebs-Diagnose, ist neben dem therapeutischen Setting auch eine psychoonkologische und/oder auch palliative Versorgung wichtig. Die Krankheit und ihre herausfordernden Behandlungen führen zu hohen körperlichen, aber auch psychischen Belastungen. Die Krebshilfe mit ihrem breiten Angebot an Psychoonkologie ist hier sehr häufig Bestandteil einer erfolgreichen Krebsbehandlung. Es ist erwiesen, dass psychoonkologische Maßnahmen die Lebensqualität steigern und auch das Gesamtüberleben erhöhen.
15 Beratungsstellen der Krebshilfe in OÖ
Die Krebshilfe hat in Oberösterreich 15 Beratungsstellen, um bei allen auftauchenden Fragen und Problemen rund um das Thema Krebs zu unterstützen. Diese Hilfestellungen werden von der Krebshilfe kostenlos und unbürokratisch zur Verfügung gestellt. Aktuell reichen die Spenden kaum aus, um den stetig steigenden Bedarf an Unterstützung zu bewältigen.
Oberösterreich mit Tumorzentrum bestens ausgestattet
In Oberösterreich gibt es ein hervorragendes Flächenversorgungsmodell mit dem Oberösterreichischen Tumorzentrum. Die Tumordatenbank gilt als einzigartig in Österreich. Der Leiter des Tumorzentrums, Ansgar Weltermann, ist auch im Vorstand der Krebshilfe Oberösterreich. Und auch Primar Martin Burian, Präsident der Österreichischen Krebshilfe Oberösterreich, weiß: „Diese interdisziplinären Tumorboards sind von größter Wichtigkeit, da sie die Qualität der gesamten onkologischen Versorgung enorm steigern und eine strukturierte Dokumentation in den Kliniken garantieren.“
Krebsvorsorge und Früherkennung retten Leben
Durch entsprechende Maßnahmen der Vorsorge (HPV-Impfung, Darmspiegelung) und eine Änderung der Lebensweise (Rauchfrei leben, Ernährung und Bewegung) könnten auch viele Krebserkrankungen vermieden werden.
Projekte wie „Sonne ohne Reue“ - Sonnenfeen in den Kindergärten, Schulaktivitäten und Vorträge für Jugendliche, „Gesundheitstage in Pink und Blau“ für Unternehmen, „Pink Ribbon“ und „Loose Tie“ schaffen mehr Bewusstsein in die eigene Gesundheit zu investieren und das von Kindesbeinen an.
„Wir appellieren an alle, die Vorsorge- und Früherkennungsuntersuchungen regelmäßig in Anspruch zu nehmen. Unser Ziel ist es, die Durchimpfungsrate für HPV bei Jugendlichen auf mindestens 90 Prozent zu bringen und so, die durch das Virus verursachten Krebsarten, zu eliminieren. Impfungen gehören zu den wirksamsten Schutzmaßnahmen, die die Medizin zu bieten hat. Es gibt keinen vernünftigen Grund, Kinder und Jugendliche – und sich selbst – nicht gegen HPV impfen zu lassen. Es ist eine Impfung gegen Krebs“, so Krebshilfe-Präsident Martin Burian vom Ordensklinikum in Linz.
Informieren
Broschüren und Informationsunterlagen können bei der Krebshilfe Oberösterreich kostenlos bestellt werden. Alle Broschüren sind auch auf der Homepage zum Download verfügbar: www.krebshilfe.net


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