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OÖ/LINZ. Mobilitäts- und Infrastruktur-Landesrat Günther Steinkellner (FPÖ), der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) und die ÖBB rufen auch 2024 wieder auf, beim VCÖ-Mobilitätspreis OÖ unter dem Motto „Mobilität nachhaltig verbessern“ einzureichen. Der Preis holt Vorzeigeprojekte zu nachhaltiger Mobilität vor den Vorhang. Er wird zum 20. Mal vergeben.

Infrastruktur und Mobilitäts-Landesrat Günther Steinkellner, Eva Hackl, Regionalmanagerin ÖBB Personenverkehr AG und Christian Gratzer, VCÖ – Mobilität mit Zukunft laden ein, beim 20. Mobilitätspreis einzureichen. (Foto: Land OÖ/Daniel Kauder)

Eine aktuelle VCÖ-Analyse zeigt, dass nachhaltige Mobilität in Oberösterreich zunehmend beliebter wird. Das Potenzial, dass mehr Alltagswege zu Fuß, mit Fahrrad, Öffentlichem Verkehr oder mit Fahrgemeinschaften zurückgelegt werden, ist also groß.

Arbeitsweg: Nur 1,06 Personen im Auto

Gerade bei den Arbeitswegen, zeigen die VCÖ-Zahlen: Mit 75 Prozent gibt es dreimal so viele Fahrten mit dem Auto zur Arbeit wie mit Öffis, Fahrrad und zu Fuß zusammen. Die meisten Menschen fahren alleine mit dem Auto zur Arbeit, mit 1,06 Personen pro Pkw ist der Besetzungsgrad noch niedriger als auf den Autofahrten insgesamt (1,2 Personen pro Pkw).

Der VCÖ regt an, dass Betriebe Anreize setzen könnten, damit Fahrgemeinschaften gebildet werden – etwa mit Apps oder Belohnungen. Für den Umstieg aufs Fahrrad könnten Jobräder angeboten werden. Ein wirksamer Anreiz, mit Bahn oder Bus zur Arbeit zu fahren, sei das Öffi-Jobticket. Nur fünf Prozent der Beschäftigten hatten im Jahr 2022 ein solches. Aber auch Homeoffice trägt zur Reduktion von Staus bei.

Weniger Staus, besser Luft 

„Nachhaltige Mobilität bringt vielfache Vorteile: Sie reduziert Staus, Verkehrslärm und Energieverbrauch, sie verbessert die Luftqualität und die Lebensqualität der Bevölkerung. Mehr öffentliche Verkehrsverbindungen und eine gute Rad-Infrastruktur erhöhen die Freiheit in der Verkehrsmittelwahl und verringern die Kosten der Mobilität sowohl für die Einzelnen als auch für die Gesellschaft insgesamt“, so VCÖ-Sprecher Christian Gratzer.

Auch wenn gerade in ländlichen Bezirken nicht komplett auf das Auto verzichtet werden könne, „die Vielfältigkeit unserer Mobilitätsalternativen ist so umfangreich wie nie zuvor und dies kann auch in viele Bereiche des alltäglichen Lebens miteingebunden werden. Besonders der E-Bike-Boom eröffnet ein neues Mobilitätsspektrum. Der Radius der aktiven Fortbewegung wird dadurch erweitert und kann als wohltuende und vitalitätsfördernde Mobilitätsalternative in zahlreiche Bereiche des alltäglichen Lebens integriert werden“, so Landesrat Günther Steinkellner (FPÖ).

Einreichen beim 20. Mobilitätspreis 

Mit dem 20. VCÖ Mobilitäspreis OÖ werden wieder Innovationsgeist und Umsetzungskraft in puncto nachhaltige Mobilität prämiert. 600 Projekte wurden bislang eingereicht, 36 davon ausgezeichnet (17 von Unternehmen, zwölf von Gemeinden und Städten, fünf von Schulen und zwei von Vereinen).  

Eva Hackl, Regionalmanagerin der ÖBB-Personenverkehr AG Oberösterreich, freut sich auf spannende Ideen und Einreichungen: „Egal ob für die Erreichbarkeit von Arbeit, Schule und Uni oder in der Freizeit: Mutige Verkehrslösungen erzeugen weniger Staus, fördern unsere Gesundheit und sind obendrein noch gut für die Umwelt.“

Einreichfrist ist der 29. Mai 2024, Einreichunterlagen und Informationen zum VCÖ-Mobilitätspreis gibt es unter www.vcoe.at und unter Tel. 01 893 26 97.

 


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