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Tips Logo Online Redaktion, 23.11.2025 17:00

OÖ. Künstliche Intelligenz (KI) hält zunehmend Einzug in die Radiologie – und verändert damit einen der technologisch fortschrittlichsten Bereiche der Medizin.

 (Foto: Nut/stock.adobe.com)
(Foto: Nut/stock.adobe.com)

Ob in der automatischen Bilderkennung, der Durchführung von Untersuchungen oder der Optimierung von Arbeitsabläufen: KI-Systeme unterstützen Radiologietechnologen bereits heute und eröffnen neue Möglichkeiten in der Erstellung der Bilddaten.

Bei radiologischen Untersuchungen entstehen täglich riesige Datenmengen – durch Röntgen, Computertomographie (CT), Magnetresonanztomographie (MRT) oder Sonographie. Diese Daten bieten ideale Voraussetzungen für den Einsatz intelligenter Algorithmen, die Muster erkennen, analysieren und medizinisches Personal dadurch unterstützen. Dies geschieht auf verschiedene Art und Weise.

Pathologieerkennung und Entscheidungshilfe

Ein zentraler Anwendungsbereich liegt in der automatisierten Erkennung von Auffälligkeiten. Moderne KI Programme erkennen in Röntgen-, CT- oder MRT-Bildern Tumore, Knochenbrüche oder Gefäßverengungen mit beeindruckender Genauigkeit und unterstützen so die Mediziner bei der Diagnose.

Außerdem liefern sie genaue Auswertungen, etwa zum Tumorvolumen, Herzvolumen, oder zur Struktur von Lungengewebe – das macht Befunde genauer, objektiver und vergleichbarer.

Beschleunigung und Qualitätssteigerung

Ein großes Potenzial liegt in der Beschleunigung von Untersuchungsverfahren. Aus technologischer Sicht kann KI, wenn es in den klinischen Abläufen integriert wird, Bilddaten in der CT oder MRT deutlich schneller und oft in höherer Qualität verarbeiten. Auch Routineaufgaben wie das Anfertigen von 3D-Darstellungen oder das Markieren und Herausheben verschiedener Organbereiche lassen sich dann automatisieren. Zudem zeigt sich der Nutzen bei der Einstellung der Geräte: KI passt etwa die Strahlendosis oder das Untersuchungsprotokoll individuell an die Patienten an – für bessere Bildqualität bei gleichzeitig geringerer Strahlenbelastung.

Gewappnet für neue Herausforderungen

Mit dem neuen Lehrplan ist auch der Studiengang „Radiologietechnologie“ der FH Gesundheitsberufe OÖ bereit für die KI-Systeme der Zukunft. In „hands-on“ Lehrveranstaltungen wie „KI-gestützte Bilddatenauswertung für diagnostische Gesundheitsberufe“, oder „Medizinisch-technische Bildverarbeitung und KI“ werden die neuen KI-Applikationen sehr praxisorientiert gelehrt.


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