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OÖ. Im Rahmen des Sympathicus 2026 wurde heuer erstmals der Futura Award vergeben. Mit dieser Sonderauszeichnung würdigen Tips und das Land Oberösterreich Gemeinden, die künstliche Intelligenz und digitale Technologien besonders wirksam und bürgernah einsetzen. Ziel ist es, innovative Projekte sichtbar zu machen und die Servicequalität nachhaltig verbessern.

Die Marktgemeinde Engerwitzdorf feiert den Gewinn des ersten Futura Awards für ihr Projekt KI-basierte Energie- bzw. Umweltlösungen. (Foto: Simlinger)

Die eingereichten Projekte zeigen, wie Digitalisierung in den Gemeinden bereits Mehrwert schafft – von modernen Bürgerservices über intelligente Kommunikationslösungen bis hin zu smarten Energie- und Infrastrukturprojekten. Dabei stehen nicht technische Innovationen allein im Mittelpunkt, sondern vor allem ihr konkreter Nutzen für die Bevölkerung.

Der Spezialaward Futura geht nach Engerwitzdorf

Als erster Gewinner des Futura Awards wurde die Marktgemeinde Engerwitzdorf ausgezeichnet. Prämiert wurde das Projekt „KI-basierte Energie- bzw. Umweltlösungen“, das durch digitale Steuerungs- und Analysesysteme einen effizienten und nachhaltigen Umgang mit kommunalen Ressourcen ermöglicht. Mit mehreren Projekten zeigt die Gemeinde, wie moderne Technologien und künstliche Intelligenz bereits heute konkrete Vorteile für Bürger schaffen.

Online-Terminbuchung und Gemeinde-App „gem2go“

Im Bereich Bürgerservice erleichtert die Online-Terminbuchung „eTermin“ den Zugang zu Gemeindeleistungen. Termine können rund um die Uhr gebucht werden, Wartezeiten werden reduziert und Verwaltungsabläufe besser planbar. Ergänzt wird das digitale Angebot durch die Plattform „MeinAmt“, über die zahlreiche Anliegen – von Anträgen bis zur Übermittlung von Dokumenten – bequem online erledigt werden können. Die Gemeinde-App „gem2go“ sorgt zusätzlich dafür, dass Informationen, Veranstaltungen und wichtige Hinweise jederzeit mobil verfügbar sind. Diese Systeme schaffen zugleich die Grundlage für zukünftige KI-Anwendungen wie intelligente Assistenten, automatisierte Anfragenbearbeitung oder personalisierte Services.

Zentrale Energiebuchhaltung für Strom, Wärme und Wasser

Auch im Bereich Energie und Infrastruktur setzt Engerwitzdorf auf smarte Lösungen. Eine zentrale Energiebuchhaltung ermöglicht die laufende Analyse von Strom-, Wärme- und Wasserverbrauchsdaten. Übersichtliche Dashboards unterstützen die Gemeinde dabei, Energieeinsparungen zu erkennen und gesetzliche Anforderungen effizient umzusetzen. Zudem werden Wasserversorgungs- und Abwasseranlagen digital überwacht und gesteuert. Störungen werden automatisch gemeldet, wodurch man rasch reagieren kann und größere Schäden verhindert werden können.

Neue und effiziente Raumbuchungsplattform

Eine neue Raumbuchungsplattform verbindet darüber hinaus Buchung, Zutrittskontrolle und Abrechnung in einem System. Mit diesen Projekten beweist Engerwitzdorf, dass Digitalisierung und KI nicht Zukunftsmusik sind, sondern bereits heute den Alltag erleichtern, Ressourcen schonen und die Lebensqualität in der Gemeinde nachhaltig verbessern.

Innovative Projekte aus Kefermarkt und Wilhering

Mit dem „Digitalen Gemeindeamt Kefermarkt“ und „WilAware“ der Gemeinde Wilhering zeigen zwei weitere innovative Projekte, wie Digitalisierung Gemeinden und Bürger nachhaltig stärken kann. Das Digitale Gemeindeamt ermöglicht die vollständige digitale Abwicklung von Sitzungsmanagement, Akteneinsicht und Bürgerservice. Bürger der Gemeinde Kefermarkt erhalten über ein sicheres Portal Zugriff auf Dokumente, Bescheide, Abgabenkonten und können Anliegen direkt digital einbringen. Dadurch werden Verwaltungsprozesse effizienter, papierlos und bürgernäher.

WilAware, ein gemeinsames Projekt der Gemeinde Wilhering und digital.zeug, begleitet Menschen praxisnah durch den digitalen Alltag. In Workshops und persönlichen Beratungen werden digitale Kompetenzen vermittelt, insbesondere zu Themen wie Internetsicherheit, Fake News, Online-Betrug und Künstliche Intelligenz. Ziel ist es, digitale Teilhabe für alle Generationen zu ermöglichen, Vertrauen aufzubauen und niemanden auf dem Weg der digitalen Transformation und des gesellschaftlichen Wandels zurückzulassen.

Oberösterreich setzt auf Künstliche Intelligenz

Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) formuliert das Ziel für Oberösterreich: „Wir wollen eine europäische Leitregion für künstliche Intelligenz werden. Gerade Gemeinden können von KI profitieren: bei Verwaltungsabläufen, im Bürgerservice oder bei der Planung von Infrastruktur. Mir ist wichtig, dass Oberösterreich die Chancen dieser Technologie aktiv nutzt und gestaltet. Unsere Gemeinden sind dabei nicht nur Anwender, sondern Ideengeber und Vorreiter. Die ausgezeichneten Projekte zeigen eindrucksvoll, wie viel Innovationskraft in Oberösterreichs Gemeinden steckt.“


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