Vier Schulen als Vorreiter für Kinderrechte ausgezeichnet
OÖ. Kinderrechte sollen nicht nur auf dem Papier stehen, sondern im Schulalltag aktiv gelebt werden. Mit dem neuen Gütesiegel „Kinderrechte Schule OÖ“ zeichnet die Kinder- und Jugendanwaltschaft Oberösterreich (KiJA OÖ) Schulen aus, die sich besonders für Mitbestimmung, Chancengleichheit, respektvolles Miteinander und Kinderschutz einsetzen. Am 23. Juni wurden in Linz erstmals vier Schulen für ihr besonderes Engagement geehrt.

Kinder und Jugendliche verbringen einen Großteil ihres Alltags in der Schule. Dort lernen sie demokratische Werte kennen und erfahren, was Beteiligung, Gleichbehandlung und Schutz vor Gewalt bedeuten. Das neue Gütesiegel wird von der KiJA OÖ gemeinsam mit der Bildungsdirektion Oberösterreich vergeben und würdigt Schulen, die diese Grundsätze nachhaltig in Unterricht, Schulorganisation und Entscheidungsprozessen verankern.
Kinder- und Jugendschutz-Landesrat Martin Winkler bezeichnete die Auszeichnung als wichtiges Signal für mehr gelebte Kinderrechte in Oberösterreich. Auch Bildungsdirektor Alfred Klampfer betonte die Bedeutung von Mitbestimmung und respektvollem Miteinander im Schulalltag.
Ein Jahr Entwicklungsarbeit
Der Weg zur „Kinderrechte Schule OÖ“ dauert ein Jahr und umfasst Workshops für Schüler, Fortbildungen für Lehrkräfte sowie die Verankerung der Kinderrechte in der Schulordnung. Herzstück des Prozesses ist ein individuelles Partizipationsprojekt, das Kinderrechte sichtbar macht und die aktive Mitgestaltung durch die Schüler fördert.
Laut Kinder- und Jugendanwältin Christine Winkler-Kirchberger stärken Kinderrechte nicht nur das Selbstvertrauen junger Menschen, sondern fördern auch Respekt, Zusammenhalt und Mitbestimmung innerhalb der gesamten Schulgemeinschaft.
Vier Schulen ausgezeichnet
Als erste „Kinderrechte Schulen OÖ“ wurden die VS 1 Stelzhamerschule Linz, die Volksschule Rohrbach-Berg, die Kreativ- und Musikmittelschule Kirchdorf sowie die Praxismittelschule der Pädagogischen Hochschule OÖ, Europaschule Linz, ausgezeichnet.
Die Schulen präsentierten dabei unterschiedliche Projekte: von einem selbst gestalteten Kinderrechte-Song samt Informationsflyer über inklusive Freizeitangebote und Stop-Motion-Videos zur Schulordnung bis hin zur Einrichtung eines Schülerparlaments, das die Mitbestimmung der Jugendlichen stärkt.


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